Die Generali-Gruppe hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Denn der italienische Konzern krempelt gerade sein Geschäft um. Dabei zeigen sich auch auf den Auslandsmärkten immer mehr Ergebnisse. Große Gewerbehaftpflicht-Bestände in den USA und Großbritannien konnten an einen Run-off-Spezialisten verkauft werden. In Irland trennte sich der Versicherer von seiner Unternehmenstochter. Diese ist nun in Besitz der Life Company Consolidation Group (LCCG), einer britischen Lebensversicherer mit Sitz in London.

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Generali im Umbruch

Auch in Deutschland wurde radikal umgebaut. Ein wichtiger Baustein hierbei: 2800 Vertreter aus dem Exklusivvertrieb der Generali Deutschland (EVG) sollen sich als freie Handelsvertreter der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) anschließen. Seit 2016 habe der Konzern in Deutschland rund 1.200 Arbeitsplätze abgebaut.

Generell solle ein einheitliches Bild geschaffen werden. Mehrere Marken sollen der Vergangenheit angehören. So solle beispielsweise das Leben-Geschäft der Generali in Deutschland durch die bisherige AachenMünchener betrieben werden, die künftig ihren Markennamen verlieren wird. Auch die Dialog und der Direktversicherer Cosmos sollen weiterhin Lebensversicherungen der Generali verkaufen.

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Zudem überlege die Versicherungs-Gruppe weiterhin die Leben-Sparte der Generali zu verkaufen. So wurde zuletzt spekuliert, dass bereits einige Angebote von möglichen Käufern auf dem Tisch liegen würden. So hätten wohl die Run-Off-Spezialisten Athene, Viridium sowie die Frankfurter Leben ihr Interesse hinterlegt.