Die Allianz will künftig verstärkt mit Banken kooperieren, um Versicherungen über Bankfilialen zu vertreiben. Viele Kunden bevorzugen beim Kauf von Versicherungsprodukten die persönliche Beratung und dafür sei eine Bankfiliale ein guter Anlaufpunkt, sagte Deutschland-Chef Manfred Knof in einem Interview im Februar 2017. "Der Bank-Vertriebskanal ist für uns ein wichtiges Wachstumsfeld“, erklärte Knof. Er gehe davon aus, dass Banken in den kommenden Jahren einer der wichtigsten Wachstumstreiber für die Allianz sein werden.

Anzeige

Inzwischen hat der Versicherungsriese eine Reihe von Partnern aus dem Bankensektor. „Wir haben mit der Commerzbank, der Oldenburgischen Landesbank und den meisten bayrischen Volks- und Raiffeisenbanken langfristige Vertriebsbeziehungen – und mit Santander und Hypo-Vereinsbank haben wir zwei weitere Partner gewonnen“, sagte der 51-jährige Manager.

Von der Zusammenarbeit hätten beide Seiten etwas, führt Knof weiter aus: „Die Banken bekommen Provisionen und neue Angebote für ihre Kunden, und wir erschließen uns teilweise neue Zielgruppen, die wir selbst so nicht erreichen würden“.

Start der Kooperation mit der HypoVereinsbank

Am 1. Januar 2018 soll nun die Kooperation mit der HypoVereinsbank beginnen. Als offizieller Versicherungspartner löst die Allianz damit den Düsseldorfer Konkurrenten Ergo ab. Fortan sollen Kunden der Münchener Bank Produkte für sämtliche Versicherungs- und Vorsorgebedarfe aus dem Hause Allianz beziehen können. So solle eine Vielzahl von Risiken für Privat- und Firmenkunden abgedeckt werden können. „Eine hohe Nachfrage erwarten wir gerade im Bereich Vorsorge.“, sagt Peter Buschbeck, Privatkundenvorstand der HypoVereinsbank.

Die Kooperation beinhalte zudem eine Zusammenarbeit mit Euler Hermes, dem Spezialversicherer der Allianz. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Überdies werde der Versicherer der Bank bei Kundengesprächen unter die Arme greifen. So sollen bei Bedarf Allianzer per Videoschaltung in Beratungen hinzugeschaltet werden können.