Erst Ende Juni war bekannt geworden, dass die Allianz Deutschland hunderte Vollzeitstellen streichen wolle. Betroffen seien vor allem die Bereiche Betrieb und Schadenregulierung.Den Stellenabbau begründete das Münchener Unternehmen mit den verbesserten Möglichkeiten durch die Digitalisierung und Automatisierung von vielen Arbeitsschritten. Für viele Tätigkeiten seien Mitarbeiter einfach nicht mehr nötig.

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Mehr als 570 Stellen hatte der Versicherer bereits über Altersteilzeit-Regelungen gestrichen, weitere 700 sollen bis Ende 2020 komplett wegfallen.

Stellenabbau: 300 IT-Mitarbeiter sollen gehen

Nun soll es einen weiteren Einschnitt auf Mitarbeiterseite geben. So sollen 300 der rund 2.000 Mitarbeiter der IT-Sparte in Deutschland gehen. Allianz Technology beschäftigt weltweit rund 8.000 Mitarbeiter. Den vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitern werde aktuell via Intranet ein Abfindungsprogramm angeboten. Bis Ende Oktober hätten Angestellten Zeit, die Abfindungen anzunehmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters".

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Zudem hätten Mitarbeiter der IT-Sparte berichtet, dass Manager zuletzt versucht hätten, Tätigkeiten von Deutschland an Niedriglohn-Standorte wie Indien, Rumänien und Thailand zu verlagern. An diesen Standorten seien jedoch vorerst keine Streichungen geplant, erklärte ein Allianz-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur. Mit dem Stellenabbau sollen auch Gelder für den Umbau des Konzerns freigemacht werden, heißt es weiter.