Anfang Juni hatten der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und Arbeitsministerin Andrea Nahles das neue Rentenkonzept der Sozialdemokraten vorgestellt. Insgesamt 78 Milliarden Euro an Mehrausgaben sollen die Reformen bis 2030 verschlingen.

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Dafür solle eine "doppelten Haltelinie" das Rentenniveau und den Renten-Beitragssatz stabilisieren. Zudem solle eine Solidarrente für Geringverdiener kommen. Nach dem SPD-Plan sollen Selbstständige, die nicht über ein Versorgungswerk abgesichert sind, künftig in die Rentenversicherung einzahlen.

Rentenreform nicht notwendig

Während die Herausforderer-Partei (SPD) umfangreichen Bedarf an Veränderung bei der gesetzlichen Rentenversicherung sieht, ist die Bundeskanzlerin gegen derartige Pläne. Die Rente sei laut Merkel bis 2030 stabil und finanziell gut aufgestellt."An der gesetzlichen Rente haben wir bis 2030 die Reformschritte eigentlich gemacht, die ich für notwendig erachte", sagte die CDU-Chefin beim Kommunalkongress des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB). Folglich müsse auch der Rentenversicherungsbeitrag von 18,7 Prozent nicht angehoben werden.

Gleichzeitig könne sich Merkel eine zusätzliche Rente ohne wirtschaftliche Anreize vorstellen."Die Deutschland-Rente ist ein interessantes Produkt.", sagte die Regierungschefin beim Verbrauchertag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV).