Ein Gastbeitrag von Karl Dieterich

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Laut GDV ist die Zahl der Fahrraddiebstähle in Deutschland seit Jahren auf einem hohen Niveau. Allein 2014 wurden 340.000 Diebstähle registriert. Dies erklärt auch die immer höhere Nachfrage nach einem speziellen Versicherungsschutz für Fahrräder und E-Bikes, denn die Deutschen geben dafür immer mehr Geld aus. Laut Statista ist der Umsatz am Fahrradmarkt von 2,4 Milliarden Euro 2016 auf 2,6 Milliarden 2016 Euro gestiegen, während der Absatz im gleichen Zeitraum um 6,9 Prozent gesunken ist, was unter anderem auch auf einen Abstieg der Preise beziehungsweise auf den Trend zu grundsätzlich teureren Zweirädern wie E-Bikes zurückzuführen ist. Die Fahrradklausel einer gewöhnlichen Hausratversicherung deckt nur Diebstahl ab und dann meist sehr restriktiv – sodass der Fahrrad-Diebstahl im Innenhof eines Gebäudekomplexes unter Umständen nicht mehr zählt.

Karl Dieterich ist Gründer und Geschäftsführer von Covomo. Das Unternehmen bietet Vermittlern Vergleichsrechner für Zusatzversicherungen, wie Reise-, Tier- und Elektronikversicherungen an.Covomo Versicherungsvergleich Gesellschaft

Ein Extraschutz ist aber auch darüber hinaus lohnenswert. So greift die Fahrradversicherung nach Abschluss neben Diebstahl auch bei Schäden durch Vandalismus oder nach Unfällen. Kurz gesagt, eine Fahrradversicherung sollte die folgenden acht Punkte abdecken: Diebstahl, Teilediebstahl, Vandalismus, Fall- und Sturzschäden, Material- und Konstruktionsfehler, Verschleiß, freie Werkstattwahl und Auslandsschutz.

Insbesondere bei neueren Fahrradvarianten wie E-Bikes oder Pedelecs sind Verbraucher bei Fahrradversicherungen mit einer Vielzahl von teils unübersichtlichen Versicherungsangeboten im Internet konfrontiert, da es sich hier eben auch um eine neue Versicherungsart handelt. Viele Fahrradbesitzer wenden sich daher an ihren Berater des Vertrauens, da sie keine Möglichkeiten haben die Angebote zu vergleichen. Allerdings sind auch Makler nicht für alle Nischenversicherungen Experten. Das kann im Extremfall dazu führen, dass der Kunde ohne Angebot weggeschickt werden muss oder auf die dann eben unzureichende Deckung in der Fahrradklausel der Hausrat verwiesen wird.

Unterschied zwischen Fahrrad- und E-Bike-Versicherungen

Grundsätzlich gilt: Je höher der Wert des Fahrrads oder E-Bikes ist, desto eher sollten Besitzer über eine Versicherung nachdenken. Gerade bei den wertvollen E-Bikes ist die zusätzliche Absicherung auf Grund möglicher Probleme mit der Elektronik unbedingt zu bedenken. Ergänzend zur Fahrradversicherung decken die meisten E-Bike-Versicherungen nämlich auch die Gefahr eines Akkudefektes ab, etwa wenn dieser zu stark in Kontakt mit Wasser kommt. Oft bieten sowohl Fahrrad-, als auch E-Bike-Versicherungen im Schadensfall sogar großzügige Services wie eine Abholung vor Ort zur Reparatur an und machen einen Abschluss damit attraktiver.

Zusatz-Leistungen bei E-Bikes und Pedelecs

  • Elektronikschäden: Haben das E-Bike oder Pedelec einen Schaden in der Elektronik, übernimmt die Versicherung die Kosten einer Reparatur.
  • Feuchtigkeitsschäden: Geht das E-Bike oder Pedelec etwa durch einen Kurzschluss kaputt, kommt die Versicherung für die Reparaturkosten auf.
  • Pick-up Service: Insofern Besitzer aufgrund eines Defekts mit ihrem Bike liegen bleiben, übernimmt die Versicherung die Abholkosten nach Hause oder in die nächste Werkstatt.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass bei Zusatzversicherungen dieser Art immer überdurchschnittlich hohe Kosten entstehen müssen. Das lässt sich am besten an einem Beispiel zeigen: Hat ein Zweirad beispielsweise bei der Anschaffung 1.000 Euro gekostet, liegt der Versicherungspreis für einen Diebstahlschutz mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr monatlich bei 10 Euro, bei einem Kaufpreis von 1.500 Euro liegt der Diebstahlschutz bei 15 Euro pro Monat. Anders als bei Tarifen der klassischen Haushaltversicherung gilt dieser bei einer Fahrradversicherung auch dann, wenn das Fahrrad im öffentlichen Raum abgestellt wurde. Bei E-Bikes sind zusätzlich noch Komponenten wie ein Akkuschutz relevant. Dieser kostet bei der Wertgarantie AG als eigenständige Versicherung fünf Euro, ist aber in der Regel bei Tarifen mit Komplettschutz bereits enthalten.

Wie Makler den richtigen Tarif finden

Um individuell die richtige Zweirad-Police zu finden, sollten sich Makler beim Versicherungsabschluss Fragen stellen, wie: „Greift der Versicherungsschutz auch, wenn beispielsweise nur Zubehör des Rads gestohlen wird?“ Besonders der Akku bedarf bei E-Bikes beispielsweise einem zusätzlichen Schutz.

Um den richtigen Tarif zu finden, sollten sowohl Makler als auch Verbraucher vor allem diese vier Punkte im Blick haben:

  1. Teilkasko- oder Vollkaskoschutz: Wichtig ist, dass klar ist, ob es sich bei dem Tarif um einen Teilkasko- oder Vollkaskoschutz handelt, der unter Umständen dann auch Werkstattkosten übernimmt. Ein Vollkasko Fahrradschutz von Krist kostet so zum Beispiel neun Euro im Monat.
  2. Abschlussfrist: Bei einzelnen Anbietern muss die Versicherung nach dem Kauf des Fahrrads innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfolgen. Auch dieser Zeitraum sollte vor dem Abschluss beachtet werden.
  3. Das richtige Schloss: Nicht selten machen Versicherer hier spezielle Vorgaben. Die Bedingungen bezüglich des notwendigen Schlosses für das zu versichernde Rad müssen daher je nach Tarif berücksichtigt werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Rad nicht nur ab-, sondern auch angeschlossen sein sollte.
  4. Reparaturbedingungen im Schadensfall: Hier sollte geprüft werden, ob der Versicherungsschutz Reparaturen bei einem bestimmten Vertragshändler erforderlich macht oder ob die Werkstatt vom Besitzer frei gewählt werden kann.
  5. Geltungsbereich des Versicherungsschutzes: In Bezug auf den Geltungsbereich bzw. die Geltungsdauer der Police gilt es im Vorfeld zwei wichtige Fragen zu klären: Gilt der Versicherungsschutz nur in Deutschland oder auch im Ausland? Beinhaltet der Vertrag eine Nachtklausel, laut der die Versicherung im Zeitraum von 22 bis 6 Uhr keine Haftung übernimmt?

Online-Vergleich als lukrative Alternative

Zusatzversicherungen – und damit auch Fahrrad- und E-Bike-Versicherungen – stellen für Makler einen essentiellen Baustein in der Beratung dar. Doch gerade bei Nischenprodukten sieht sich der Makler nicht selten mit einem schier undurchdringlichen Tarifdschungel konfrontiert. Bei der Wahl des richtigen Anbieters oder des passenden Abschlusses kann daher ein Online-Vergleich helfen. Dieser bietet sowohl Maklern als auch Kunden eine gute Orientierung bei der Vielzahl an Tarifen und liefert übersichtlich verschiedene Möglichkeiten, während dabei individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden können.

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So sind E-Bike und Fahrrad mit dem Online-Vergleichsrechner nicht nur schnell, sondern im besten Fall auch umfangreich versichert. Maklern sind damit ohne allzu viel Aufwand zufriedene Kunden garantiert, die eine optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Versicherung erhalten und weiterhin Vertrauen in ihre Beratung stecken. Und: Von den digitalen Werkzeugen können Makler auch im weiteren Beratungsprozess profitieren, von der Kundenakquise bis hin zur Kundenbindung durch Endkundenmailings – damit sowohl Makler als auch Versicherte sorglos durch die Radfahrsaison kommen.