Die Summe der geleisteten Schäden für gestohlene Drahtesel ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Das vermeldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Pressemeldung. Demnach hätten Hausratversicherer in Summe 100 Millionen Euro an Fahrradbesitzer ausgezahlt. 2017 lag der Wert noch bei der Rekordsumme von 90 Millionen Euro.

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Insgesamt wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik 2018 rund 292.000 Fahrräder gestohlen. Das sind rund 8.000 weniger als im Vorjahr. In rund 160.000 Fällen waren die Räder versichert und der Versicherer kam dem entsprechend für den Schaden auf. Pro gestohlenem Fahrrad leisteten die Versicherer im Schnitt 630 Euro Ersatz, während die durchschnittliche Zahlung im Vorjahr noch bei 570 Euro lag. Vor zehn Jahren hatte die Entschädigung für ein gestohlenes Rad im Schnitt noch 370 Euro betragen.

Berlin, Bremen und Hamburg als Klauhochburgen der Bundesländer

Der GDV hat anhand der polizeilichen Kriminalstatistik auch ausgewertet, in welchen Bundesländern die meisten Räder gestohlen wurden. Die Hochburgen des Fahrraddiebstahls sind demnach – anteilig zur Bevölkerung – Bremen, Hamburg und Berlin. Kamen in Bremen 1.053 Räder je 100.000 Einwohner abhanden, waren es in Berlin 837 und in Hamburg 749 Bikes. Am unteren Ende der Diebstahlstatistik standen dagegen wie im Vorjahr das Saarland (107), Rheinland-Pfalz (168) und Thüringen (197).

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Damit das geklaute Fahrrad tatsächlich von der Hausratversicherung ersetzt wird, muss eine entsprechende Fahrradklausel laut Vertrag beinhaltet sein. Denn in der Regel zahlt der Versicherer standardmäßig nur, wenn das Fahrrad aus verschlossenen Abstellräumen, Kellern oder Wohnungen gestohlen wurde, nicht aber beim Diebstahl von der Straße. Hierfür muss eine Zusatzklausel explizit im Vertrag ausgewiesen sein. Von den 26 Millionen Hausrat-Policen haben gut 46 Prozent die Fahrradklausel eingeschlossen, berichtet der GDV. Alternativ kann auch eine separate Fahrradversicherung abgeschlossen werden.