Das Vertrauen in die gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge ist im Vergleich zum vierten Quartal 2015 deutlich gesunken. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Deutschlandtrends des Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA). Bereits seit 2009 führt das wirtschaftsnahe Institut quartalsweise eine Umfrage zum Vertrauen in die Alterssicherung durch. Die jetzigen Ergebnisse markieren einen neuen Tiefpunkt in das Vertrauen der gesetzlichen und privaten Rente.

Anzeige  

 

Auch Vertrauen in Privatvorsorge hat gelitten

Wie das DIA in einer Pressemeldung berichtet, ist der Anteil der Befragten, die befürchten, den Lebensstandard im Alter senken zu müssen, auf 76 Prozent gestiegen. Bei der letzten Erhebung 2015 hatten sich noch 69 Prozent der Bundesbürger derart pessimistisch geäußert. Gleichwohl hat auch das Vertrauen in die private Altersvorsorge gelitten, berichtet das DIA weiter. Lediglich 27 Prozent aller Befragten wollen ihre Privatvorsorge zur Absicherung des Alters in den kommenden zwölf Monaten ausbauen.

"Offenkundig schlägt sich die öffentliche Diskussion über Niedrigzinsen und die nicht enden wollende Kritik an der Riester-Rente immer stärker in den Einschätzungen der Sparer nieder", erklärt das DIA. Das Institut ließ für seine Studie im Dezember rund tausend Erwerbstätige im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragen. Finanziert wird das Deutsche Institut für Altersvorsorge überwiegend von Finanzinstituten wie der Deutschen Bank.

Rentenreform soll Verbesserungen bringen

Im November 2016 hatten sich Bundessozial- und Wirtschaftsministerium auf eine Rentenreform geeinigt (der Versicherungsbote berichtete). Sie soll die Bundesbürger besser vor Altersarmut schützen.

Anzeige  

 

In der Betriebsrente soll das von Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) präferierte Sozialpartnermodell eingeführt werden, darüber hinaus sollen die Arbeitgeber enthaftet und Beitragsgarantien zugunsten einer "Zielrente" gekippt werden. Das Rentenniveau in der gesetzlichen Rente soll bei mindestens 46 Prozent stabilisiert werden. Weiterhin geplant ist der Angleich von Ost- und Westrenten bis 2025 sowie eine Besserstellung von Erwerbsminderungs-Rentnern.