Unter den Gewerbekunden gewinnt der Versicherungsabschluss über Makler weiter an Bedeutung. Wurden vor zehn Jahren noch 37 Prozent der Abschlüsse über einen Makler getätigt, liegt der Anteil 2015 bei 46 Prozent. Im gleichen Zeitraum sanken die über Vertreter oder den Außendienst getätigten Abschlüsse von 57 Prozent (2005) auf diesjährig 47 Prozent. Damit liegen Makler und Ausschließlichkeitsvertreter erstmalig fast gleichauf. Das geht aus einet Studie des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov hervor.

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Begleitet wird dieser Wandel von einem rückläufigen Entscheidungsaufwand bei Versicherungsabschlüssen. Gaben 2005 noch zwei Drittel (66 Prozent) an, bei Abschluss einer Firmenversicherung mehrere Angebote verschiedener Gesellschaften zu vergleichen, macht dies 2015 nur noch etwas als mehr die Hälfte (53 Prozent). Der Vertragsabschluss über das Internet spielt mit aktuell rund drei Prozent im Firmenbereich weiterhin keine große Rolle, obwohl 40 Prozent der Befragten ein hohes Interesse an Internet-Services von Versicherungen äußern.

Gewerbekunden haben gestiegenes Interesse an Online-Services

Aktuell führt der Online-Direktvertrieb im Firmenkundenumfeld ein Nischendasein. „Vor dem Hintergrund der sich gerade im Privatkundenbereich entwickelnden Lösungen der Versicherer erwarten wir hier in den nächsten Jahren allerdings eine Zunahme der Abschlüsse auf digitalem Wege. Dies deutet sich auch durch das in den letzten zwei Jahren sprunghaft gestiegene Interesse an Online-Services unter den Gewerbekunden an“, so Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov.

Auch in diesem Jahr setzt die Zufriedenheit mit der Regulierung von Schadensfällen die positive Entwicklung fort. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Entscheider bewerten sie als sehr gut bis ausgezeichnet, womit die Regulierungszufriedenheit auf dem Vorjahresniveau verbleibt.




YouGov Deutschland AG