Der Plot des Videos: Eine Frau lobt ihren Mann, weil er sich gut versichert hat … und kocht ihm zum Dank sein Lieblingsessen. Dieses Bild kann man kritisieren. Doch am 13. März erhielt die Alte Leipziger eine E-Mail mit Betreff: „Anachronistisches Erklärvideo Ihres Hauses und ein Angebot“ (!).

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In der E-Mail geht es um zwei Dinge: Erstens kritisiert die Absenderin zu den Videos, „das darin transportierte Frauenbild ist jedenfalls ausgesprochen anachronistisch“. Zweitens habe sich die Absenderin „erlaubt, eine Fortsetzungsgeschichte zu schreiben“. Weiter heißt es mit Hinweis auf die Anlage zur E-Mail: „Ich hänge Ihnen den Entwurf an. Wenn Sie sie verwenden mögen, können Sie mir die Idee oder den Text gerne abkaufen“. Soweit die Kritik und das (unmoralische?) Angebot.


Mehrere Screenshots der Videos der Alten Leipziger sammelte und kommentierte dieses Blog.

Was hätte die Alte Leipziger kaufen sollen?

Allerdings stellt sich die Frage, was die Alte Leipziger hätte kaufen sollen. Einen Text? Oder einen Ablass zum Erlass von Sünden? Die E-Mail war, wie passend, von Freitag, dem 13. Posteingehend bei der Alten Leipziger um 10:04 Uhr. Ebenfalls am 13. März ging ein erster kritischer Blogbeitrag online: „Drei Fragen an die ALTE LEIPZIGER“.

Alte Leipziger erhält Häme im Netz

Seitdem geht der Versicherer, offenbar zum Ablasshandel nicht bereit (falls der denn gefordert war), in der Presse und auf Social Media-Plattformen durch das moderne Fegefeuer: Shitstorm.

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Ein Unternehmenssprecher wollte weder die Existenz der Post, noch Inhaltliches dazu kommentieren, außer: „Kein Kommentar“. Die kritische Post vom 13. März mit Kritik und dem (unmoralischem?) Angebot an die Alte Leipziger liegt Versicherungsbote vor. Zu dem kritisierten Frauenbild der Erklärvideos schweigt die Alte Leipziger. Die Erklärvideos nahm der Versicherer inzwischen aus dem Netz.