Die steigende Nachfrage von Mitarbeitern nach einer Altersvorsorge ist auf das höhere finanzielle Engagement der Arbeitgeber beim eigenen Betriebsrentenangebot zurückzuführen. Am populärsten in den Betrieben sind gemischt finanzierte Modelle. Die mittelständischen Arbeitgeber honorieren damit die sehr gute Wirkung der bAV als ein Instrument für die Mitarbeiterbindung.

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Unternehmenskommunikation ist Schwachstelle beim Thema betriebliche Altersvorsorge

Doch gibt es eine Schwachstelle: die interne Kommunikation der Unternehmen rund um die Betriebsrente. Das zumindest ist das Ergebnis der Studie "Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2015", die die Generali Versicherungen und das F.A.Z.-Institut herausgeben und seit 2012 erstellt wird.

Resultat der Untersuchung ist auch, dass es externe Dienstleister sind, welche in den meisten mittelständischen Betrieben die interne Kommunikation rund um die bAV übernehmen. Das individuelle Beratungsgespräch des Anbieters beziehungsweise des Dienstleisters stellt damit die wichtigste Kommunikationsform gegenüber den Mitarbeitern dar. Nach eigener Auskunft stehen zwar die bAV-Fachabteilungen den Mitarbeitern für Rückfragen zur Verfügung, offensichtlich aber haben mittelständische Unternehmen keinen vorherrschenden Kommunikationskanal nach außen, zu den Mitarbeitern, installiert. Unter den befragten bAV-Verantwortlichen räumte ein kleiner Teil sogar ein, dass er gänzlich auf Kommunikation zu diesem Thema verzichte.

In fast jedem zweiten Betrieb kommunizierte die Unternehmensleitung Informationen zur Betriebsrente wenigstens per Aushang am schwarzen Brett. Viel geeigneter dafür wäre das Intranet, welches aber nur jeder dritte Befragte zu diesem Zweck nutzt. Immerhin wird das Thema wenigstens bei der Hälfte der Studienteilnehmer auch auf Mitarbeiterversammlungen angesprochen, einige Betriebe haben sogar extra einen Beratertag eingeführt. "Die Ergebnisse zeigen, dass die Kommunikation der betrieblichen Altersversorgung in vielen Betrieben noch ausbaufähig ist. bAV-Anbieter können hier mit einem überdurchschnittlich hohen Service, individueller Beratung und Sicherheit bei den Produkten Unternehmen nachhaltig unterstützen", erklärt Michael Reinelt, Abteilungsdirektor Produkt- und Beratungsmanagement bAV bei den Generali Versicherungen.

Angebot für gemischt finanzierte Betriebsrente ausgebaut

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass Betriebe ihre gemischt finanzierten Betriebsrentenangebote vermehrt ausbauen. Einen Zuwachs wiesen hierbei gemischt finanzierte Betriebsrenten auf der Basis von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen bereits in der Befragung von Ende 2013 auf. Damit haben sich die gemischt finanzierten Betriebsrenten als die am häufigsten angebotene Finanzierungsvariante der bAV etabliert, wobei sich dieser Trend im Jahr 2014 noch einmal deutlich verstärkt hat. Gegenwärtig sind es zwei Drittel der befragten Mittelständler, die ihren Angestellten solche Vorsorgemodelle anbieten. Gleichzeitig nimmt der Anteil der Betriebe mit einer rein arbeitgeberfinanzierten Betriebsrente weiterhin ab.

Grundlage der Studie ist eine repräsentative Umfrage unter 200 bAV-Verantwortlichen in deutschen mittelständischen Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern. Durchgeführt wurde die Studie im November 2014 von der Marktforschungsgesellschaft forsa in Form computergestützter Telefoninterviews auf der Grundlage eines strukturierten Fragebogens und nach der Methode des Computer Aided Telephone Interviewing (CATI). Die befragten Fachleute trafen im Interview also Aussagen über das bAV-Angebot ihrer Betriebe, über Anforderungen, die sie an Produkte und Services stellen, sowie über ihr Human-Resources-Management.

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