Teilzeitbeschäftigung kann den Weg zurück in den Arbeitsmarkt ebnen. Betriebe können über Teilzeitstellen ihr Arbeitsvolumen leichter dem aktuellen Bedarf anpassen und Engpässe überbrücken. Beschäftigten bieten Teilzeitstellen die Möglichkeit, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.

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So waren acht Prozent der im vergangenen Jahr neu eingestellten Teilzeitbeschäftigten zuvor länger als ein Jahr arbeitslos. Das berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Teilzeitarbeit übernimmt Brückenfunktion in den Arbeitsmarkt

„Teilzeitarbeit übernimmt hier also eine Brückenfunktion in den Arbeitsmarkt. Der so erleichterte Wiedereinstieg sollte sich allerdings nicht zur Teilzeitfalle entwickeln, indem eine gewünschte Rückkehr auf Vollzeitstellen verwehrt bleibt“, erklären die Forscher des IAB.

14 Prozent der Teilzeitbeschäftigten kamen aus der Stillen Reserve, das heißt, sie waren nicht erwerbstätig, aber auch nicht arbeitslos gemeldet. Bei der Besetzung von Vollzeitstellen kommen diese Personengruppen hingegen wesentlich seltener zum Zuge. Lediglich zwei Prozent der Neueinstellungen auf Vollzeitstellen sind ehemals Langzeitarbeitslose, weitere zwei Prozent entfallen auf Personen aus der Stillen Reserve.

Ein dauerhafter Verbleib in Teilzeitarbeit führe jedoch zu geringeren Rentenanwartschaften und erhöhe das Risiko der Altersarmut. Dazu kämen noch Einbußen beim Einkommen sowie Nachteile für die Karriere.

„Flexible Arbeitszeiten und Arbeitszeitmodelle, Angebote zur Telearbeit und Möglichkeiten zur Kinderbetreuung sind Teile einer familienfreundlichen Personalpolitik, mit der Betriebe auf die familiäre Situation bzw. die Wünsche von Stellensuchenden eingehen und qualifiziertes Personal rekrutieren können“, so die Autoren der IAB-Studie.

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Allerdings müsse Teilzeitbeschäftigten ermöglicht werden, ihre wöchentliche Arbeitszeit schrittweise wieder auszuweiten – beispielsweise wenn die Kinder älter geworden sind.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)