Die HanseMerkur setzte 2012 als Strategie weiter konsequent auf „LowBudget-Tarife“ mit einem eingeschränkten Leistungskatalog. So bezeichnet sich die Hanse Merkur selbst - wie im Interview der Vorstände in ASSCompact 07/12 - nachzulesen ist, als „Grundschutzversicherer“. Andere Anbieter haben sich hingegen aus dem Geschäft mit Billigpolicen verabschiedet. Hier ist die Zahl der Beitragsschuldner besonders hoch, Verbraucherschützer betrachten die Angebote skeptisch – so sehen manche Tarife etwa nur eingeschränkte Leistungen bei psychischen Krankheiten vor.

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Wie zu erwarten, verzeichnete die Central mit 15,50 Prozent den höchsten Rückgang bei den Versicherten-Zahlen. Der Anbieter hatte seine Beiträge zum Jahreswechsel 2012 im Schnitt um 12,9 Prozent erhöht – eine halbe Million Versicherte sollte mehr zahlen. Bei den Kunden kam das nicht so gut an. Viele kehrten dem Versicherer den Rücken.
Im 5-Jahres-Schnitt musste aber die Ergo Direkt AG (bis 2010 KsQ) den größten Rückgang verzeichnen. Der Versicherer verlor im untersuchten Zeitraum 18,95 Prozent seiner Kunden.

KVpro