Schon GEZahlt? Das war jahrelang das Motto der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, kurz GEZ. Gestern noch warnte die Gebühreneinzugszentrale vor Betrügern, die in ihrem Namen gefälschte Zahlungsaufforderungen ausstellen. Im Oktober wurden von einem "GEZ Service" gefälschte Zahlungsaufforderungen versandt. Darin wurden die Empfänger aufgefordert, 53,94 Euro zu überweisen - auf ein Konto bei der Kreissparkasse Darmstadt oder bei der Volksbank Südhessen-Darmstadt. Die GEZ warnt davor, den Betrag zu überweisen. Sowohl die Gebühreneinzugszentrale als auch die beiden Geldinstitute haben bereits Strafanzeige erstattet.

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Die Rechnungen sehen täuschend echt aus. Ein Deggendorfer Student wurde stutzig, weil er als Bafögempfänger von der Gebühr befreit ist. Er rief die Telefonnummer aus der Rechnung an und hörte die Durchsage „kein Anschluss unter dieser Nummer“. Daraufhin googelte der Student die Telefonnummer der GEZ und erfuhr, dass die Teilnehmernummer aus seiner Rechnung nicht existiert.

Auf der neuen Webseite der ehemaligen GEZ, kann man einen Musterbrief anschauen, um Fälschungen leichter zu erkennen. Der Musterbrief ist über die folgend Web-Adresse erreichbar:

http://service.rundfunkbeitrag.de/service/musterbrief/index_ger.html


Raider heißt nun schon seit einigen Jahren Twix und die Rundfunkgebühr heißt seit dem neuen Jahr Rundfunkbeitrag. Künftig wird die Gebühr pro Haushalt eingezogen, unabhängig davon, wie viele Personen dort leben und wie viele Fernsehgeräte dort betrieben oder auch nicht betrieben werden. Die Höhe des Beitrags bleibt bei monatlich 17,89 Euro. Ob der neue Rundfunkbeitrag zu Mehr- oder Mindereinnahmen führt, vermag die GEZ nicht zu prognostizieren. Genaue Angaben könne sie erst nach Umsetzung der Reform machen. Sollten die Einnahmen künftig höher ausfallen, werde die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) eine Beitragssenkung empfehlen, so die GEZ. Im Umkehrschluss bedeutet dies, bei einer Mindereinnahme würden die Gebühren künftig steigen.

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