Zunahme von Naturkatastrophen und neue regulatorische Vorgaben stellen Versicherer vor neue Herausforderungen

Umweltfaktoren, etwa die steigende Zahl an Naturkatastrophen, sind laut der Studie die größte Herausforderung für die Sachversicherer (58%), während neue Regularien (83%) wie Solvency II oder der Dodd-Frank-Act, als größte Bürde für Lebensversicherer wahrgenommen werden. Als zweitgrößte Herausforderung für die gesamte Branche wird die unsichere Renditeentwicklung bei Finanzanlagen genannt – bei den Sachversicherern mit 55 Prozent und bei den Lebensversicherern mit 65 Prozent.

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Weitere Ergebnisse der Studie:


  • Analysten im asiatisch-pazifischen Raum sehen die Entwickung der Branche am optimistischsten: Für Versicherungsunternehmen, die sie mit „Buy“ zum Kauf empfehlen, erwarten sie ein durchschnittliches Wachstum von 11 Prozent in diesem Jahr. Ihre Kollegen in Europa und Nordamerika sind etwas verhaltener und prognostizieren ein Wachstum von 6,7 bzw. 6,1 Prozent.
  • Europäische Analysten sind am anspruchsvollsten in puncto Profitabilität: Sie erwarten von Versicherern, die sie zum Kauf empfehlen, eine durchschnittliche Vorsteuer-Eigenkapitalrendite von 16,4 Prozent, während Analysten in Nordamerika und Asien-Pazifik 12,1 bzw. 13,8 Prozent verlangen.
  • Die Analysten in Nordamerika präferieren in den reifen Märkten der Industrieländer organisches Wachstum (92%), noch vor Akquisitionen in Emerging Markets (78%). Europäische Analysten bevorzugen ganz klar organisches Wachstum, sowohl in den reifen Märkten (81%) als auch in den Schwellenländern (59%).
  • Generell sehen Analysten in der Volatilität der Finanzanlagen (71%) und in neuer Regulierung (52%) für Versicherungsanbieter in Nordamerika die größten Herausforderungen. Für die Europäische Assekuranz sehen sie in der Regulierung (61%) noch vor der Volatilität der Finanzanlagen (57%) die größten Bedrohungen. In der Region Asien-Pazifik wird Regulierung als das beherrschende Thema angesehen (92%), danach folgen das verlangsamte Wachstum in Kernmärkten (67%) und die Schwankungen bei den Investments (50%).

„Die im Vergleich zu einer analogen, im Jahr 2008 durchgeführten Accenture-Studie immer noch hohen Erwartungen an die Profitabilität und das Wachstum – die insbesondere höher sind als die aktuell erreichten Ergebnisse in den vergangenen Jahren – lässt vermuten, dass die Versicherungsanalysten von der Branche erwarten, die anstehenden Herausforderungen konsequent und mit großer Dringlichkeit anzupacken“, sagt Thomas D. Meyer.

Für die Studie hat Accenture weltweit 68 Finanzanalysten befragt, die über Versicherungsunternehmen berichten, darunter 38 Analysten für Sachversicherer, 25 für Lebensversicherer sowie fünf Analysten, die die gesamte Branche abdecken.