Bei der 36. Auflage der Cash-Hitliste haben sich erneut die üblichen Verdächtigen an der Spitze durchgesetzt. So haben sich auch im vergangenen Jahr die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) und die Wieslocher MLP AG die beiden Spitzenplätze gesichert. Grundlage des Rankings sind die Umsätze aus Provisionen sowie Honoraren und Servicegebühren.

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An der Spitze hat sich gegenüber dem Vorjahr nichts verändert. Die DVAG verteidigt Rang eins mit einem Gesamtumsatz von 2.640,1 Millionen Euro und einem Wachstum von 5,4 Prozent. Dahinter folgt die MLP AG mit 968,9 Millionen Euro (+2,8 Prozent). Den dritten Platz behauptet die Swiss Life Deutschland Holding. Die Vertriebe Swiss Life Select, Tecis, Horbach und Proventus steigerten ihre Erlöse um 5,7 Prozent auf 792,6 Millionen Euro. Auf Rang vier folgt erneut die OVB Holding mit 437,2 Millionen Euro (+8,2 Prozent).

Mehrheit der Finanzvertriebe wächst weiter

Auch im Geschäftsjahr 2025 entwickelte sich der Markt insgesamt positiv. Von den 27 erfassten Allfinanzvertrieben konnten 21 ihre Umsätze steigern. Lediglich sechs Unternehmen mussten Rückgänge hinnehmen. Darunter befinden sich mit Bonnfinanz (-2,4 Prozent), EFC (-19,7 Prozent), BVF (-2,2 Prozent), Global Vermögensberatung (-3,6 Prozent) sowie Profundo (-10,7 Prozent) auch mehrere bekannte Namen. Der stärkste Rückgang entfiel auf die EFC, deren Erlöse um knapp ein Fünftel sanken.

Besonders kräftig legten dagegen mehrere kleinere und mittlere Vertriebe zu. Den größten Wachstumssprung verzeichnete Finanzgenies. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um außergewöhnliche 8896,4 Prozent auf 5,5 Millionen Euro und stieg damit direkt auf Rang 20 ein. Unter den etablierten Marktteilnehmern überzeugte vor allem die Finum-Gruppe, die ihre Erlöse um 45,3 Prozent auf 56,4 Millionen Euro steigerte und damit von Rang neun auf Platz sieben vorrückte. Ebenfalls deutlich zulegen konnten Compexx Finanz (+34,2 Prozent), Deutuna Finanzplanung (+28,8 Prozent), Die Financial Architects (+24,2 Prozent) sowie FinPal Management (+72,5 Prozent).

Bewegung im Mittelfeld des Rankings

Im Mittelfeld gab es zahlreiche Veränderungen. Die Finum-Gruppe verbesserte sich um zwei Plätze auf Rang sieben und verdrängte Bonnfinanz auf Platz acht. Königswege rückte auf Rang neun vor, während Compexx Finanz mit einem Sprung von Rang 13 auf Platz zehn erstmals die Top Ten erreichte.

Auch dahinter verschoben sich die Platzierungen. Die Financial Architects verbesserten sich von Rang 17 auf Platz 15, Deutuna Finanzplanung rückte auf Rang 18 vor und dbfp behauptete sich trotz Umsatzwachstums auf Platz 19. Neu im Ranking vertreten sind Finanzgenies auf Rang 20, Kapitalwerk Private Finance auf Platz 23 sowie Finanz Service Bielefeld auf Rang 27.

Interhyp stellt sich erneut nicht

Bei den Spezialvertrieben ist der Seriensieger Interhyp auch diesmal nicht dabei. Der Baufinanzierer aus München verweigerte wie schon im Vorjahr die Auskunft. Dafür landete die Postbank auf dem Spitzenplatz. Das Bankhaus hat nach einem Minus von 23,7 Prozent im Jahr 2024 im Vorjahr wieder positivere Zahlen liefern können. Mit einem Plus von 1,6 Prozent verzeichnete die Postbank Provisionserlöse in Höhe von 132,6 Millionen Euro. Auf den Plätzen kommen Aigner Immobilien (26,3 Millionen Euro) und Impuls (23,3 Millionen Euro) ein.

Hintergrund: Cash-Online fragt jedes Jahr die Provisionserlöse der größten Finanzvertriebe ab. Leider liefern nicht alle Unternehmen Zahlen. Daher können die Platzierungen teilweise stark durcheinander gewirbelt werden. Das zeigen mehrere Beispiele. So tauchen beispielsweise Kapitalwerk Private Finance, Finanzgenies und Finanz Service Bielefeld erstmals im Ranking auf. Die Vergleichbarkeit der Platzierungen über die Jahre hinweg ist deshalb nur eingeschränkt möglich.

Zwischen den Hitlisten der Jahre 2022 und 2023 war der Unterschied noch deutlicher. Denn im Jahr 2023 fehlten die Unternehmen A.S.I. Wirtschaftsberatung, H+W Financial Solutions Group aus Kronach, die Deutsche Privatfinanz aus Kassel, die FI Procept AG aus Dittelbrunn sowie Die Financial Architects aus Geislingen. Alle fünf Unternehmen waren in der Auswertung des Jahres 2022 noch vertreten.