Digital-Champions 2026: Diese Spezialversicherer überzeugen digital
Welche Unternehmen überzeugen in der Kategorie Spezialversicherer mit besonderer digitaler Stärke? Eine aktuelle Studie von ServiceValue und WELT hat sie ermittelt. Die folgende Bildstrecke stellt die ausgezeichneten Anbieter vor.

Hintergrund: Was sind eigentlich Spezialversicherer? Einen feststehenden Begriff gibt es nicht. In der Versicherungsbranche werden darunter meist Anbieter verstanden, die sich auf die Absicherung besonderer Risiken konzentrieren – etwa hoch spezialisierte Industrieversicherer oder Gesellschaften, die einzelne Sparten, Branchen und Zielgruppen bedienen.
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In den ServiceValue-Studien wird der Begriff jedoch deutlich freier verwendet. In dieser Kategorie finden sich unter anderem digitale Krankenversicherer, Tierversicherer, Assistance-Anbieter, Embedded-Insurance-Spezialisten sowie etablierte Versicherer mit spezialisierten Produkten oder Vertriebswegen. Gemeinsam ist ihnen deshalb weniger ein einheitliches Produktangebot als die Konzentration auf bestimmte Geschäftsfelder, Risiken oder Kundengruppen.
Auch die Rolle der Digitalisierung unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Für einige Anbieter bildet sie das Fundament des gesamten Geschäftsmodells: Abschluss, Vertragsverwaltung, Kommunikation und Schadenbearbeitung erfolgen weitgehend online. Andere nutzen digitale Technologien vor allem, um spezialisierte Vertriebswege aufzubauen, Prozesse zu automatisieren oder Versicherungsprodukte direkt in die Angebote anderer Unternehmen einzubinden.
Gerade Embedded-Insurance-Lösungen zeigen, dass Digitalisierung nicht zwingend mit klassischem Online-Direktvertrieb gleichzusetzen ist. Versicherungsschutz kann über technische Schnittstellen unmittelbar in Buchungs-, Kauf- oder Bezahlprozesse integriert werden, ohne dass der Versicherer für den Kunden sichtbar im Vordergrund steht. Bei etablierten Anbietern wie Swiss Life wiederum ergänzt die Digitalisierung bestehende Beratungs- und Vertriebsstrukturen, statt sie vollständig zu ersetzen.
Die Geschäftsmodelle in dieser Kategorie unterscheiden sich damit erheblich. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass digitale Technologien eine wichtige Rolle dabei spielen, spezialisierte Angebote zu entwickeln, effizient zu vertreiben und für klar definierte Zielgruppen zugänglich zu machen. Welche Unternehmen Verbraucher mit ihrer digitalen Kundennähe besonders überzeugen konnten, zeigt die folgende Bildstrecke.
Was wurde gemacht?
Die Auszeichnung der Spezialversicherer ist Teil der branchenübergreifenden Studie „Digital-Champions 2026“, die ServiceValue gemeinsam mit der WELT durchgeführt hat. Insgesamt wurden 1.905 Unternehmen aus 123 Branchen untersucht. Die Spezialversicherer bilden dabei eine eigenständige Kategorie innerhalb der Gesamtstudie.
Grundlage ist eine bevölkerungsrepräsentativ gesteuerte Online-Befragung über ein Access-Panel mit mehr als 3,1 Millionen registrierten Teilnehmern. Insgesamt flossen mehr als 387.000 Verbraucherurteile in die Auswertung ein. Je Unternehmen wurden grundsätzlich mindestens 200 Bewertungen erhoben; bei geringerer Bekanntheit waren Ausnahmen möglich.
Die Befragung erfolgte in zwei Schritten. Wer angab, die digitale Kundennähe eines Unternehmens aus eigener Erfahrung beurteilen zu können, erhielt anschließend die eigentliche Bewertungsfrage: „Begeistert Sie die digitale Kundennähe von [Unternehmen XY]?“
Der Digitalization Score (DS) gibt den Anteil der Befragten an, die diese Frage mit „Ja“ beantworteten. Das jeweils bestplatzierte Unternehmen einer Kategorie wird als „Nr. 1“ ausgezeichnet, die Unternehmen im besten Drittel erhalten den Gold-Rang. Versicherungsbote stellt in der folgenden Bildstrecke alle Spezialversicherer vor, die in ihrer Kategorie mindestens den Gold-Rang erreicht haben.
Was die Studie zeigen kann – und was nicht
Die Studie zeigt, wie Verbraucher die digitale Kundennähe der untersuchten Spezialversicherer wahrnehmen. Der Digitalization Score bildet dabei keinen technischen Prüfwert ab, sondern den Anteil der Befragten, die angaben, von der digitalen Kundennähe eines Unternehmens begeistert zu sein.
Offen bleibt allerdings, worauf dieses Urteil im Einzelfall beruht. Die Untersuchung fragt nicht nach den Gründen für die Bewertung. Ob Befragte dabei an einen unkomplizierten Online-Abschluss, eine App, ein Kundenportal, die digitale Kommunikation, die Schadenbearbeitung oder andere digitale Angebote dachten, lässt sich aus den Ergebnissen nicht ablesen. Ebenso wenig wird erhoben, welche Produkte oder Dienstleistungen der Bewertung zugrunde lagen und wie intensiv die digitalen Angebote tatsächlich genutzt wurden.
Hinzu kommt eine Besonderheit dieser Kategorie: Sie vereint Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsmodellen – von Tierkranken- und Reiseversicherern über Assistance-Anbieter bis hin zu Embedded-Insurance-Spezialisten oder digitalen Krankenversicherern. Entsprechend unterscheiden sich auch die digitalen Berührungspunkte mit den Kunden erheblich. Während die einen vor allem den Abschlussprozess bewerten, haben andere möglicherweise zusätzlich Erfahrungen mit Leistungsabrechnungen, Schadenfällen oder laufenden Serviceangeboten gesammelt.
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Der Digitalization Score misst damit die subjektive Gesamtwahrnehmung der digitalen Kundennähe – nicht die objektive Leistungsfähigkeit einzelner digitaler Angebote. Weitere Ergebnisse sowie ein Studiensteckbrief sind auf der ServiceValue-Webseite verfügbar.