Persönliche Beratung macht bei der Absicherung existenzieller Risiken einen deutlichen Unterschied. Menschen, die von einem Versicherungsvermittler betreut werden, verfügen wesentlich häufiger über eine private Altersvorsorge, eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine private Pflegezusatzversicherung als Personen ohne persönliche Beratung. Das geht aus einer Continentale-Studie hervor.

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Die Untersuchung macht zugleich deutlich, dass klassische Kompositversicherungen wie Privathaftpflicht-, Hausrat- oder Kfz-Versicherung inzwischen nahezu flächendeckend verbreitet sind. Anders sieht es bei der Absicherung existenzieller Lebensrisiken aus. Knapp die Hälfte der Befragten besitzt eine private Altersvorsorge. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben lediglich rund 21 Prozent abgeschlossen, eine private Pflegezusatzversicherung sogar nur etwa 19 Prozent.

Besonders groß sind die Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne persönliche Beratung. Während 53 Prozent der beratenen Kunden über eine private Altersvorsorge verfügen, liegt dieser Anteil bei Personen ohne Vermittler lediglich bei 34 Prozent. Ähnlich fällt das Bild bei der Berufsunfähigkeitsversicherung aus: Mit Vermittler besitzen 24 Prozent eine entsprechende Police, ohne Beratung sind es lediglich 14 Prozent. Auch bei der privaten Pflegezusatzversicherung zeigt sich ein deutlicher Abstand.

„Die Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen persönlicher Beratung und Absicherung“, sagt Jürgen Wörner, Vorstand Vertriebspartnerbetreuung und Kundendienst bei der Continentale Versicherung. „Personen mit persönlicher Beratung sind insbesondere bei komplexen Vorsorgethemen deutlich besser abgesichert als Menschen ohne Vermittler.“

Auffällig ist das Bild bei den 18- bis 25-Jährigen. Obwohl nur rund jeder Fünfte bereits privat fürs Alter vorsorgt, ist das Bewusstsein für existenzielle Risiken vergleichsweise hoch. So stufen 64 Prozent der jungen Erwachsenen die Berufsunfähigkeitsversicherung als unverzichtbar ein. Damit zählt sie hinter der Privathaftpflicht- und der Kfz-Versicherung zu den wichtigsten Policen. Gleichzeitig würden vier von zehn jungen Erwachsenen bei zusätzlichem finanziellem Spielraum zuerst eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Die BU-Absicherung liegt also noch vor einer Rechtsschutzversicherung oder einer privaten Altersvorsorge.

„Das Risikobewusstsein junger Menschen ist beim Thema Berufsunfähigkeit erfreulich hoch“, betont Wörner. Zwischen Erkenntnis und tatsächlichem Abschluss bestehe jedoch weiterhin eine erhebliche Lücke. „Genau hier können Vermittler durch Aufklärung und individuelle Beratung den entscheidenden Impuls liefern.“

Nach Einschätzung des Continentale-Vorstands besteht die Aufgabe der Vermittler dabei nicht nur darin, Produkte zu vermitteln, sondern Prioritäten gemeinsam mit den Kunden richtig zu setzen. So gehöre auch die Frage dazu, „ob statt einer Vollkasko fürs Auto das Budget besser in eine BU-Vorsorge investiert wäre“.

Die Studie zeigt zudem, dass digitale Technologien das Informationsverhalten zwar verändern, persönliche Beratung bislang aber nicht ersetzen. Rund drei Viertel der Befragten geben an, KI-gestützten Anwendungen bei Versicherungsentscheidungen nicht oder eher nicht zu vertrauen. Für Wörner stehen Beratung und künstliche Intelligenz deshalb nicht im Widerspruch. „Professionelle Vermittler nutzen KI für sich und ihre Kunden und arbeiten nicht mit dieser im Wettbewerb.“

Angesichts des demografischen Wandels und anstehender Reformen werde der Beratungsbedarf künftig sogar noch steigen. „Die Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der politischen Reformen sind enorm“, sagt das Vorstandsmitglied. „Das schreit nach Einordnung und Orientierung. Und das kann der Versicherungsvermittler leisten. Er kann gemeinsam mit dem Kunden eine planvolle Absicherung gestalten. Das ist der entscheidende Mehrwert einer professionellen Beratung.“