Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten, geopolitischer Krisen und anhaltender Debatten über die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme blickt die junge Generation in Deutschland überwiegend positiv in die Zukunft. Das geht aus der Studie „Generation Zuversicht – Wünsche und Zukunftserwartungen der jungen Generation“ hervor. Demnach schauen 59 Prozent der Befragten zuversichtlich auf ihre persönliche Zukunft. Fast zwei Drittel sind überzeugt, dass sich Leistung und Anstrengung auch künftig auszahlen werden.

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Derweil bereitet das Thema Altersvorsorge vielen jungen Menschen Sorgen. Immerhin zwei Drittel der Befragten befürchten, dass ihre spätere Rente oder ihre finanziellen Rücklagen nicht ausreichen werden, um den Lebensunterhalt im Alter zu sichern. Unter jungen Frauen liegt dieser Wert sogar bei 72 Prozent.

Damit ist die Sorge vor Altersarmut längst kein Thema mehr, das erst kurz vor dem Renteneintritt relevant wird. „Die Sorge vor Altersarmut ist bei jungen Menschen längst angekommen“, sagt Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen. Aus seiner Sicht müsse die Politik darauf reagieren und verlässliche Möglichkeiten schaffen, frühzeitig Vermögen aufzubauen und privat vorzusorgen. Wohneigentum könne dabei ein wichtiger Baustein sein. „Wer im Alter mietfrei wohnt, gewinnt finanzielle Sicherheit und Handlungsspielraum“, so König.

Die Studie zeigt zudem, dass der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ungebrochen ist. 82 Prozent der jungen Menschen möchten künftig im eigenen Zuhause leben. Lediglich neun Prozent bevorzugen dauerhaft ein Leben zur Miete. Dabei stehen nicht primär Renditeerwartungen oder Kapitalanlageaspekte im Vordergrund. Vielmehr verbinden die Befragten mit Wohneigentum vor allem Unabhängigkeit, Sicherheit und persönliche Gestaltungsfreiheit.

„Für junge Menschen ist Wohneigentum mehr als ein Anlageobjekt“, sagt König. „Es steht für Unabhängigkeit, Stabilität und persönliche Freiheit.“ Kritisch sieht er die Entwicklung, dass Eigentumsbildung für viele junge Menschen zunehmend von familiären Vermögensverhältnissen abhängt. „Wenn dieser Wunsch für viele nur noch mit großem Erbe oder erheblicher Unterstützung der Familie erreichbar ist, wird Eigentumsbildung zu einer Frage der Herkunft. Das darf nicht passieren.“