Die Concordia Versicherungen haben im Geschäftsjahr 2025 erneut ein Wachstum erzielt. Über alle Gesellschaften und Sparten hinweg stiegen die Beitragseinnahmen um 8,7 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro. Damit entwickelte sich die Versicherungsgruppe erneut besser als geplant. Unter dem Strich erzielte die Concordia einen Jahresüberschuss nach Steuern von 5,0 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei 9,0 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 44,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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„Über alle Gesellschaften und Sparten hinweg sind die Beitragseinnahmen um 8,7 Prozent auf 1.132,3 Millionen Euro und damit deutlich über dem Plan gestiegen“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Hanekopf auf der Hauptversammlung in Hannover.

Besonders stark entwickelte sich die Concordia Versicherungs-Gesellschaft a.G. Dort stiegen die Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft um 10,1 Prozent auf 833,1 Millionen Euro. Getragen wurde das Wachstum von nahezu allen Spartengruppen. Vor allem die Kraftfahrtversicherung konnte trotz hoher Wettbewerbsintensität deutliche Bestandszuwächse erzielen, bleibt gleichzeit aber auch ein Sorgenkind.

„Der Beitragszuwachs wurde von nahezu allen Spartengruppen getragen. In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld konnte die Bestandsanzahl um 2,7 Prozent gesteigert werden. Insbesondere in der Kraftfahrtversicherung, die durch eine hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet ist, wurden deutliche Zuwächse erzielt“, erläuterte Dirk Gronert, Vorstand für die Schaden- und Unfallversicherung.

Concordia-Zahlen 2025 im Überblick

  • Beitragseinnahmen der Gruppe steigen um 8,7 Prozent auf 1,132 Milliarden Euro
  • Schaden-/Unfallversicherung wächst um 10,1 Prozent auf 833,1 Millionen Euro
  • Combined Ratio verbessert sich auf 94,3 Prozent
  • Bilanzielle Schadenquote sinkt auf 60,1 Prozent
  • Versicherungstechnisches Nettoergebnis steigt auf 20,5 Millionen Euro
  • Jahresüberschuss beträgt 5,0 Millionen Euro
  • Eigenkapital wächst auf 411 Millionen Euro
  • Krankenversicherung legt um 14,5 Prozent auf 136,6 Millionen Euro zu
  • Kapitalanlagebestand steigt auf 1,59 Milliarden Euro

Auf der Schadenseite verlief das Geschäftsjahr für die Concordia deutlich besser als im Vorjahr. Vor allem die Belastungen durch Elementarschäden blieben spürbar unter dem langjährigen Durchschnitt. Die bilanzielle Schadenquote (brutto) sank dadurch von 63,8 Prozent auf 60,1 Prozent.

Auch die Schaden-Kostenquote entwickelte sich positiv. Unter Berücksichtigung des Abwicklungsergebnisses verbesserte sich die Combined Ratio netto von 99,8 Prozent auf 94,3 Prozent. Das versicherungstechnische Nettoergebnis drehte damit wieder klar ins Plus und lag bei 20,5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte hier noch ein Verlust von 2,1 Millionen Euro gestanden.

Die Beitragseinnahmen der Kraftfahrtversicherung erhöhten sich um 15,3 Prozent. Dennoch blieb die Sparte aufgrund hoher Reparatur- und Regulierungskosten defizitär. Der Verlust verringerte sich allerdings von 4,6 Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro. Positiv entwickelte sich dagegen insbesondere die Wohngebäudeversicherung. Dort stiegen die Beitragseinnahmen um 12,6 Prozent auf 172,2 Millionen Euro. Gleichzeitig sank die Schadenquote deutlich auf 51,2 Prozent. Auch die Rechtsschutzversicherung legte beim Beitragsvolumen um 5,8 Prozent zu.

Der Kapitalanlagebestand erhöhte sich im Geschäftsjahr von 1,52 Milliarden Euro auf 1,59 Milliarden Euro. Gleichzeitig brach jedoch das Kapitalanlageergebnis deutlich ein. Dieses sank von 23,8 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro. Hintergrund seien unter anderem Abschreibungen auf verbundene Unternehmen und Immobilienfonds gewesen.

Positiv entwickelte sich derweil der Krankenversicherer. Die Beitragseinnahmen stiegen im Geschäftsjahr 2025 um 14,5 Prozent auf 136,6 Millionen Euro. Die Concordia oeco Leben musste dagegen leichte Beitragsrückgänge hinnehmen. Die gebuchten Bruttobeiträge sanken um 1,8 Prozent auf 162,3 Millionen Euro. Der Großteil entfiel weiterhin auf laufende Beiträge. Positiv entwickelte sich hier das Kapitalanlageergebnis, das auf 41,2 Millionen Euro zulegte. Auch der Kapitalanlagebestand stieg leicht auf 2,53 Milliarden Euro.

„2026 blickt die Concordia oeco Lebensversicherungs-AG auf 30 Jahre Altersvorsorge zurück, die bei ihrer Geldanlage neben ökonomischen Aspekten auch ökologische, ethische und soziale Aspekte berücksichtigt“, sagte Johannes Grale, Vorstand für die Personenversicherungen.

Die Concordia will ihren Transformationsprozess auch 2026 fortsetzen. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sollen die Vermittler unterstützen. Gleichzeitig stellt der Versicherer klar, dass persönliche Beratung weiterhin im Mittelpunkt bleiben soll.

„Der entscheidende Mehrwert der Concordia liegt weiterhin in der persönlichen Beratung, diese gibt Orientierung in einer sich schnell verändernden Zeit und begleitet Menschen in allen Lebensphasen. Vertrauen lässt sich nicht durch Künstliche Intelligenz ersetzen“, sagte Vertriebsvorständin Julia Palte. Mit Blick auf das Altersvorsorgereformgesetz ab 2027 erwartet die Versicherungsgruppe zudem zusätzliche Wachstumsimpulse im Markt der geförderten Altersvorsorge. „Die Initiative der Bundesregierung, moderne und attraktive Rahmenbedingungen für die Altersvorsorge zu schaffen, begrüßen wir ausdrücklich“, erklärte Johannes Grale.