ÖSA: 189,2 Prozent
ÖSA: 189,2 ProzentDie ÖSA erreicht 2025 eine Basis-SCR-Quote von 189,2 Prozent nach 170,2 Prozent im Vorjahr und weist damit eine etwas höhere Solvenzquote als im Vorjahr aus. Nach verdienten Bruttobeiträgen belegt das Unternehmen mit 132,4 Mio. Euro Rang 58 im Markt und erreicht einen Anteil von rund 0,14 Prozent an den gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherung. Die verdienten Bruttobeiträge steigen um 9,2 Prozent. Das Geschäftsmodell zeigt eine vergleichsweise traditionelle Struktur. 74,4 Mio. Euro beziehungsweise rund 56 Prozent der Beiträge entfallen auf die Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung, weitere 49,9 Mio. Euro beziehungsweise knapp 38 Prozent auf index- und fondsgebundene Produkte. Hinzu kommen 8,1 Mio. Euro Krankenversicherung. Anders als bei stark biometrisch geprägten Risiko-LV-Anbietern spielt die Risikolebensversicherung bei der ÖSA keine dominante Rolle. Vielmehr deutet die Struktur auf ein klassisches regionales Vorsorgegeschäft mit langfristigen Garantie- und Altersvorsorgeverpflichtungen hin. Gerade kleinere öffentliche beziehungsweise regional geprägte Lebensversicherer verfügen häufig über begrenztere Skaleneffekte und eine vergleichsweise schmale Eigenmittelbasis. Gleichzeitig wirken klassische Garantiebestände unter Solvency II kapitalintensiv. Vor diesem Hintergrund erscheint die im Marktvergleich niedrige Basis-SCR-Quote weniger als Ausdruck akuter Schwäche denn als Folge eines traditionellen und regional fokussierten Geschäftsmodells.Ösa@Lehmann