WGV: 717,5 ProzentDie WGV erreicht 2025 eine Basis-SCR-Quote von 717,5 Prozent nach 687,9 Prozent im Vorjahr und gehört damit zu den solvenzstärksten Lebensversicherern Deutschlands. Nach verdienten Bruttobeiträgen belegt das Unternehmen mit 35,0 Mio. Euro Rang 72 im Markt und erreicht damit lediglich rund 0,04 Prozent Anteil an den gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherung. Die verdienten Bruttobeiträge gehen um 3,2 Prozent zurück. Formal wirkt das Geschäftsmodell vollständig klassisch geprägt: Der gesamte Beitragsbestand entfällt auf die Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung, fondsgebundene Produkte spielen keine Rolle. Für die Einordnung der außergewöhnlich hohen Solvenzquote ist jedoch auch bei der WGV die tatsächliche Risikostruktur entscheidend. Der Geschäftsbericht betont ausdrücklich, dass der Schwerpunkt des Geschäfts „nach wie vor bei Produkten zur Risikoabsicherung bei Tod oder bei Berufsunfähigkeit“ liegt. Besonders deutlich zeigt sich dies im Neugeschäft: 736 von 1.230 eingelösten Versicherungsscheinen entfielen 2024 auf Risikoversicherungen. Noch stärker fällt der Anteil bei der Versicherungssumme aus: 150,7 Mio. Euro von insgesamt 174,2 Mio. Euro beziehungsweise rund 86,5 Prozent entfallen auf Risikoversicherungen. Damit ähnelt die WGV strukturell eher biometrisch geprägten Anbietern wie Europa oder Hannoversche als klassischen kapitalbildenden Lebensversicherern mit hohen langfristigen Garantielasten. Gerade dieser starke Fokus auf biometrische Risiken erklärt maßgeblich die außergewöhnlich hohe Basis-SCR-Quote des Unternehmens.WGV