Deutsche Lebensversicherungs-AG: 737,6 Prozent
Deutsche Lebensversicherungs-AG: 737,6 ProzentDie Deutsche Lebensversicherungs-AG erreicht 2025 mit 737,6 Prozent die zweitbeste Basis-SCR-Quote aller deutschen Lebensversicherer nach 492,1 Prozent im Vorjahr. Nach verdienten Bruttobeiträgen belegt das Unternehmen mit 225,2 Mio. Euro Rang 50 im Markt und erreicht einen Anteil von rund 0,24 Prozent an den gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherung. Die verdienten Bruttobeiträge gehen um 5,0 Prozent zurück. Die Beitragsstruktur wirkt dabei auf den ersten Blick nahezu vollständig klassisch geprägt: 222,8 Mio. Euro beziehungsweise 98,9 Prozent der Beiträge entfallen formal auf die Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung. Fondsgebundene Produkte spielen mit lediglich 2,4 Mio. Euro praktisch keine Rolle. Für die Einordnung der außergewöhnlich hohen Solvenzquote ist jedoch die tatsächliche Geschäftsstruktur entscheidend. Die Deutsche Lebensversicherungs-AG gehört zur Allianz-Gruppe und ist dort seit vielen Jahren auf biometrische Risiken spezialisiert. Laut Branchenmonitor Leben entfallen 2024 rund 84 Prozent der Verträge auf Risikolebensversicherungen — der zweithöchste Wert im gesamten Markt. Damit ist das Geschäftsmodell deutlich stärker biometrisch geprägt, als es die reine Beitragsstruktur vermuten lässt. Ähnlich wie bei Europa oder Hannoversche darf der hohe ÜSB-Anteil deshalb nicht mit entsprechend hohen langfristigen Garantielasten gleichgesetzt werden. Vielmehr erklärt gerade der außergewöhnlich hohe Anteil an Risikolebensversicherungen maßgeblich, warum die Deutsche Lebensversicherungs-AG trotz ihres formal stark klassischen Geschäftsmodells die zweitbeste Basis-SCR-Quote der Branche erreicht.Allianz