Die Allianz hat ein weiteres Infrastrukturprojekt ins Visier genommen. Zuletzt hatte der Versicherer in einen Offshore-Windpark in Frankreich sowie in elf Großbatteriespeicherprojekten in Deutschland investiert. Nun will der Versicherungskonzern sein Engagement in die Energieinfrastruktur ausbauen. Dazu hat die Investmenteinheit Allianz Global Investors im Namen der Allianz-Versicherungsgesellschaften eine Partnerschaft mit der Talanx Gruppe vereinbart, um gemeinsam in den deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion zu investieren. Ziel ist es, den Ausbau des Stromnetzes voranzutreiben und damit die Energiewende zu unterstützen.

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Dazu übernimmt Allianz einen mittelbaren Anteil am Stromnetzbetreiber Amprion. Talanx bleibt über ihre Beteiligungsgesellschaft weiterhin maßgeblich engagiert. Gemeinsam planen beide Partner, in den kommenden Jahren erhebliche Mittel in den Ausbau des Netzes zu investieren.

„Langfristige Infrastrukturinvestitionen sind ein wesentlicher Baustein unserer Anlagestrategie. Gerade im Zuge der Energiewende gewinnen Stromnetze als Rückgrat eines dekarbonisierten Energiesystems weiter an Bedeutung“, erklärt Mario Skoric, Chief Executive Officer bei Allianz Investment Management. Für Versicherer sind Infrastrukturprojekte wie Stromnetze aus mehreren Gründen attraktiv. Sie bieten langfristige, planbare Erträge und passen damit gut zu den langfristigen Verpflichtungen der Branche.

„Das Investment in Amprion ergänzt sehr gut unser bestehendes Portfolio in Deutschland, das bereits den ersten deutsch-britischen Strom-Interkonnektor, ein vor kurzem angekündigtes Batteriespeicherprojekt sowie Wind- und Solarfarmen umfasst“, unterstreicht Édouard Jozan, Head of Private Markets bei Allianz Global Investors. Auch Talanx sieht in der Partnerschaft einen wichtigen Schritt. „Mehr erneuerbare Energie und eine bessere Energieversorgung brauchen mehr Netzkapazität“, betont Finanzvorstand Dr. Jan Wicke.