LVM: Moderates Wachstum, solide Ertragslage
Mit einem Marktanteil von 3,56 Prozent konnte die LVM ihre Position im Markt leicht ausbauen. Die gebuchten Bruttoprämien stiegen von 229,64 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 238,63 Millionen Euro im Jahr 2023 – ein Plus von 3,9 Prozent oder 8,99 Millionen Euro. Auch beim Vertragsbestand legte das Unternehmen zu: von 964.712 auf 975.179 Verträge, ein Zuwachs um 1,1 Prozent oder 10.467 Verträge. Langfristig wuchs der Bestand seit 2018 um 25.610 Verträge beziehungsweise 2,7 Prozent.

Das versicherungstechnische Ergebnis lag 2023 bei 43,94 Millionen Euro – dem achtbesten Wert der Branche. Die Schaden-Kosten-Quote erreichte 87,20 Prozent. Das bedeutet zwar nur Rang 36 von 50 im Spartendurchschnitt, liegt aber immer noch deutlich in einem Bereich, den viele andere Versicherungszweige als traumhaft auskömmlich bezeichnen würden.
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Axa: Rückläufige Nachfrage, stabile Gewinne trotz hoher Quoten
Mit einem Marktanteil von 3,06 Prozent belegt die Axa Rang acht unter den größten Unfallversicherern Deutschlands – musste jedoch in allen Kennzahlen Rückgänge hinnehmen. Die gebuchten Bruttoprämien sanken von 210,86 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 205,40 Millionen Euro im Jahr 2023, ein Minus von 2,6 Prozent oder 5,46 Millionen Euro. Auch der Vertragsbestand schrumpfte deutlich, von 705.309 auf 679.951 Verträge, ein Verlust von 25.358 Verträgen oder 3,6 Prozent. Im langfristigen Vergleich seit 2018 summiert sich das Minus auf 135.165 Verträge beziehungsweise 16,6 Prozent.
Bei der Schaden-Kosten-Quote zählt die Axa zu den wenigen Ausreißern nach oben: 2023 lag sie bei 105,36 Prozent, im Sechsjahresschnitt sogar bei 106,10 Prozent – eines von nur vier Unternehmen mit dauerhaft über 100 Prozent.
Das bemerkenswerte „Aber“: Trotz dieser hohen Quoten erzielte die Axa 2023 einen versicherungstechnischen Gewinn von 32,88 Millionen Euro – das elftbeste Ergebnis der Branche. Selbst im Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2023 steht noch ein Plus von 13,05 Millionen Euro zu Buche. Das bestätigt eindrucksvoll das in der Einleitung beschriebene Phänomen des Auseinanderdriftens von Quote und Ergebnis in der Unfallversicherung.
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Hintergrund
Alle Zahlen entstammen dem aktuellen Branchenmonitor Unfallversicherung 2024 der V.E.R.S. Leipzig GmbH. Der Monitor deckt 94 Prozent des Marktes ab und kann – zusammen mit weiteren Branchenanalysen – kostenpflichtig über die Webseite der Leipziger Experten bestellt werden.
