Komposit: Die größten Versicherer am Markt
Das Schaden- und Unfallgeschäft bleibt ein zentraler Baustein der Versicherungswirtschaft. Welche Versicherer den Markt nach Prämien dominieren, zeigt Versicherungsbote in einer neuen Bildstrecke.

Hintergrund: Das Schaden- und Unfallgeschäft gehört zu den wichtigsten Geschäftsfeldern der Versicherungswirtschaft. Mit 92,52 Milliarden Euro gebuchten Bruttoprämien im Jahr 2024 stellt der Kompositmarkt einen zentralen Bestandteil der Branche dar.
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Gleichzeitig ist das Geschäft von strukturellen Spannungen geprägt. Besonders ins Gewicht fallen die volumenstarken Sparten Kraftfahrt und Wohngebäude: Die Kraftfahrtversicherung steht für rund 34 Milliarden Euro beziehungsweise 37 Prozent des Marktes, die verbundene Wohngebäudeversicherung für etwa 13 Milliarden Euro beziehungsweise 14 Prozent. Beide Segmente sind zugleich besonders anfällig für Schadeninflation und Großschadenereignisse.
Die Folgen zeigen sich in den Zeitreihen der vergangenen Jahre. Nach massiven Belastungen im Extremwetterjahr 2021 und einem ausgeprägten Krisenjahr im Kraftfahrtgeschäft 2023 lag die durchschnittliche Schaden-Kosten-Quote der 50 größten Kompositversicherer 2023 noch oberhalb der Marke von 100 Prozent – Einnahmen reichten nicht aus, um die Kosten zu decken. 2024 sank sie auf 97,38 Prozent und damit wieder unter die Kostendeckungsschwelle. Dieses Bild bleibt jedoch erklärungsbedürftig. Trotz Combined Ratio unter 100 Prozent wiesen 2024 weiterhin mehr als die Hälfte der Anbieter ein negatives versicherungstechnisches Ergebnis aus. Im Durchschnitt lag dieses bei –13,85 Millionen Euro je Unternehmen. Damit bleibt die Ertragslage im Kompositgeschäft trotz rechnerischer Entlastung angespannt.
Versicherungsbote stellt die Komposit-Marktführer in einer Bildstrecke vor
Versicherungsbote stellt in einer neuen Bildstrecke jene Versicherer vor, die den deutschen Kompositmarkt im Jahr 2024 nach Prämienvolumen dominieren. Grundlage ist der jeweilige Marktanteil auf Basis der gebuchten Bruttoprämien. Die Porträts zeigen, wie unterschiedlich die Geschäftsmodelle innerhalb der Spitzengruppe ausgeprägt sind – von stark kraftfahrtlastigen Anbietern über wohngebäudegeprägte Versicherer bis hin zu breit diversifizierten Konzernen – und wie sich diese Struktur in Schadenverlauf und Ergebnis niederschlägt.
Alle genannten Kennzahlen stammen aus dem aktuellen Branchenmonitor Komposit der V.E.R.S. Leipzig GmbH. Die Auswertung umfasst die fünfzig größten Mehrsparten-Kompositversicherer in Deutschland und deckt damit rund 87 Prozent des gesamten Schaden- und Unfallmarktes ab.
Berücksichtigt werden ausschließlich Versicherer mit einem breiten Kompositportfolio. Rechtsschutz-Monoliner sind nicht Teil dieses Kollektivs, da sie in einem eigenen Branchenmonitor Rechtsschutz ausgewertet werden. Zwar fließen Rechtsschutzanteile in die Bestandsstruktur der einzelnen Kompositversicherer ein, eigenständige Spezialversicherer wie Arag, Roland oder Ergo Rechtsschutz erscheinen im Branchenmonitor Komposit jedoch nicht.
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Unabhängig davon ermöglicht der Branchenmonitor eine vergleichende Einordnung zentraler Kennzahlen wie Prämienentwicklung, Bestandsstruktur, Schaden-Kosten-Quote und versicherungstechnisches Ergebnis innerhalb des betrachteten Marktsegments. Das Analyseinstrument kann – wie auch weitere Branchenmonitore der V.E.R.S. Leipzig GmbH – kostenpflichtig über die Webseite der Leipziger Experten bezogen werden.