Die Schaden- und Kostenstruktur der R+V fällt dagegen weniger günstig aus: Mit einer durchschnittlichen Schaden-Kosten-Quote von 101,44 Prozent im Zeitraum 2018 bis 2023 weist der Versicherer den zweithöchsten Sechsjahreswert aller 50 analysierten Anbieter auf – und gehört zu den einzigen beiden Unternehmen, deren Aufwendungen im Mittel die Beitragseinnahmen übersteigen. Immerhin konnte die Combined Ratio im Jahr 2023 auf 97,16 Prozent gesenkt werden.

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Auch beim versicherungstechnischen Ergebnis ergibt sich ein gemischtes Bild. Im Jahr 2023 erwirtschaftete der Versicherer einen Gewinn von 12,18 Millionen Euro. Über den Zeitraum von 2018 bis 2023 steht jedoch ein durchschnittlicher Jahresverlust von 17,33 Millionen Euro in der Bilanz – die R+V zählt damit zu den nur drei Haftpflichtanbietern mit einer negativen Ergebnislage im mehrjährigen Vergleich.

Axa: Wachstum trifft auf Effizienz

Mit einem Marktanteil von 8,05 Prozent belegt die Axa Rang vier unter den größten Haftpflichtversicherern in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2023 stieg das Prämienvolumen auf 688,66 Millionen Euro – ein Zuwachs von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den Vertragszahlen setzte sich das Wachstum fort: Sie legten um 5,1 Prozent auf 3.393.300 zu. Im Fünfjahresvergleich ergibt sich ein Anstieg um 6,2 Prozent.

Besonders auffällig ist die hohe Wirtschaftlichkeit, mit der die Axa ihre Haftpflichtsparte führt: Die durchschnittliche Schaden-Kosten-Quote der Jahre 2018 bis 2023 liegt bei sehr guten 75,32 Prozent. Auch 2023 blieb die Quote mit 82,05 Prozent klar im profitablen Bereich.

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Diese Effizienz schlägt sich deutlich im versicherungstechnischen Ergebnis nieder. Mit 92,79 Millionen Euro erzielte die Axa 2023 den viertgrößten Gewinn im Markt. Noch beeindruckender fällt der Blick auf den Sechs-Jahres-Durchschnitt aus: Mit jährlich 133,92 Millionen Euro zählt die Axa zu den ertragsstärksten Haftpflichtversicherern Deutschlands.

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