„Große Versicherer hatten bereits einen Anstieg der Kfz-Versicherungsprämien angekündigt, unser Kfz-Versicherungsindex bestätigt diesen Trend“, sagte Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH, im Oktober 2022 (Versicherungsbote berichtete).

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Die Prognose damals: Im mittleren Vollkasko-Preissegment müsse durchschnittlich fünf Prozent mehr als im Vorjahr gezahlt werden, zwei Prozent für die Teilkasko und für eine Kfz-Haftpflicht ohne Kaskoschutz immer noch ein Prozent.

Im April 2023 deutete GDV-Präsident Jörg Asmussen an, dass deutliche Preissteigerungen in der Kfz-Versicherung nötig seien: „Die Schäden in der Kraftfahrtversicherung verteuern sich weiter stark, auch weil die Preise für Ersatzteile immer noch nach oben gehen. Das werden die nur leicht steigenden Beitragseinnahmen wohl nicht kompensieren können.“

Nun sieht sich das Vergleichs- und Maklerportal Verivox mit der eigenen Prognose bestätigt. Der aktuelle Kfz-Versicherungsindex zeigt, dass die Autoversicherung „erheblich teurer geworden“ ist. Über Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherung hinweg seien die Kosten für Policen im Schnitt um 8,8 Prozent höher als im Vorjahr.

Verivox geht von weiteren „spürbaren Preiserhöhungen“ aus - vor allem für Bestandsverträge, wie das Unternehmen betonte. Deshalb sei eine „lebhafte Wechselsaison“ zu erwarten.

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Trotz dieser Beitragsstiegerungen gehen Versicherer davon aus, dass die Kfz-Branche in die Verlustzone rauscht. So erklärte HUK-Chef Heitmann, dass „auch die HUK 2023 rote Zahlen schreiben“ werde. Heitmann geht von einer branchenweiten Schaden-Kosten-Quote zwischen 108 und 110 aus.