Es wird politischer werden‘, kündigte Moderator Oliver Bruns an, als er die Neuausrichtung des Netfonds-Podcasts beschrieb. Es folgten Gespräche mit den rentenpolitischen Sprechern der Linken- und der FDP-Bundestagsfraktion. In der ersten Folge nach der Sommerpause war Markus Kurth von Bündnis 90 / Die Grünen zu Gast.

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Er betonte, dass die Gesetzliche Rentenversicherung als Einkommenssicherung funktionieren muss. Nur so könne die Legitimität als Pflichtversicherung erhalten bleiben. Um das Einkommensersatz-Prinzip der Gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten, schlägt Kurth einen Maßnahmen-Mix vor, der sich vor allem auf die Ausschöpfung des Erwerbspersonen-Potenzials stützt. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung soll durch Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit gestärkt werden. Zudem soll ein gesünderes und längeres Arbeiten ermöglicht werden. Die Lebensarbeitszeit müsse „differenziert und gestaffelt“ steigen, so Kurth. Allerdings müsse es dabei ‚Notausgänge‘ geben, die Menschen in körperlich stark belastenden Berufen offen stehen.

Auf dem Fundament einer starken Gesetzlichen Rentenversicherung soll eine betriebliche Altersversorgung (bAV) und eine private Altersvorsorge aufbauen. Die bAV sei allerdings bei KMU und tarifungebundenen Betrieben unterrepräsentiert. Auch nutzen Frauen viel seltener berufliche Altersversorgungs-Lösungen. Hier bräuchte es gezielte Maßnahmen. Welche Wirkung sich Markus Kurth von der erweiterten Tarifbindung erhofft und warum er die Riester-Rente in ihrer derzeitigen Form nicht für reformierbar hält, hören Sie in der ganzen Folge des Netfonds-Podcast:

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