Hintergrund: Nach Klagewellen durch die globale Banken- und Finanzkrise ab 2007 sowie durch Dieselgate rutscht die Rechtsschutzversicherung nun erneut in eine schwierige Phase. Denn durch Corona häufen sich erneut Klagen – und schädigen die Schaden-Kosten-Bilanz der Unternehmen. So kletterten Schadenaufwendungen in 2020 um 9,6 Prozent je Versicherer und liegen bei rund 131 Mio. Euro im Schnitt.

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Durchschnitts-CR erstmals seit 2016 in den roten Zahlen

Eine Entwicklung, die sich auch deutlich auf die durchschnittliche Schaden-Kosten-Quote bzw. Combined Ratio (CR) über 25 Versicherer hinweg auswirkt: Die Branche rutschte erstmals wieder seit 2016 in die roten Zahlen. Die durchschnittliche Schaden-Kosten-Quote über 25 Versicherer hinweg verschlechtert sich in 2020 von 96,92 Prozent auf 101,87 Prozent.

Zwölf Versicherer reißen die kritische 100-Prozent-Marke und können so Schadenaufwendungen und weitere Kosten nicht mehr durch die Einnahmen decken – fast die halbe Branche.

Nur noch die halbe Branche wirtschaftet auskömmlich: wir stellen die Champions vor

Es gibt aber auch Unternehmen, die den Widrigkeiten trotzen – und die mit besonders auskömmlichen Schaden-Kosten-Quoten punkten können. Die zehn besten Quoten des Jahres 2020 werden in der folgenden Bildstrecke vorgestellt.

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Alle Daten sind dem „Branchenmonitor Rechtsschutzversicherung 2015-2020“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH entnommen, der die 25 größten Rechtsschutzversicherer (98 Prozent des Marktes) anhand von Kennzahlen analysiert. Das Analyse-Instrument kann mit weiteren Ausgaben des Branchenmonitors kostenpflichtig bei den Leipziger Experten bestellt werden.