Ein Verein gilt in Deutschland nicht einfach so als gemeinnützig. Die konkreten Regelungen gehen aus den Paragrafen 51 bis 68 der Abgabenordnung hervor. Hintergrund ist die steuerliche Bevorteilung der Vereine, deren Vereinszweck klar das Ziel verfolgt, das Gemeinwohl zu fördern. Bestimmte Einnahmen sind damit körperschafts- und gewerbesteuerfrei, es gilt für bestimmte Leistungen Umsatzsteuerermäßigung und es dürfen Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.

Anzeige

Moritz Heilfort ist Director sales&marketing, Berater und Datenschutzauditor bei der disphere interactive GmbH.disphereDieses Streben ist in Deutschland tief verankert und findet sich in zahlreichen bewundernswerten Initiativen wieder. In aller Regel werden diese Initiativen von Menschen getragen, die dafür weder großartige Anerkennung erwarten noch bezahlt werden. Was diese Menschen motiviert, ist die Leidenschaft und die Hingabe für die gute Sache. Sie brennen für den guten Zweck und den gemeinschaftlichen Geist.

Viele Dinge wären undenkbar ohne ehrenamtliche Spendeninitiativen, freiwillige Hilfeleistung und Lobbyarbeit für die Unbeachteten dieser Gesellschaft. Von Veteranenarbeit über Tierschutz bis zu Beratungszentren ist die Spanne sehr weit.

Anzeige

Datenschutz in gemeinnützigen Vereinen

Für die Vorstände der Vereine gibt es aber ein ernsthaftes Problem: Sie haften persönlich und unter Umständen mit dem Privatvermögen.
Das gilt auch für das ‚weite Feld’ Datenschutz. Seit dem 23.05.2018 gilt in der gesamten EU die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Diese gilt auch für sämtliche Vereine in Deutschland.
Die DSGVO hat auf sämtliche Prozesse des Vereins Auswirkungen, die persönliche Daten beinhalten oder verarbeiten wie zum Beispiel Mitgliederwerbung, Webauftritt oder Spesenabrechnungen. Alles muss auf den Prüfstand, denn Bußgelder drohen.

Seite 1/2/