Das Ratinghaus Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat selbständige Berufsunfähigkeits-Versicherungen von 40 Anbietern unter die Lupe genommen. Diese wurden auf bis zu 110 Kriterien hin untersucht. Die Produkte wurden in sechs Berufsgruppen (Kaufmännische Berufe, Selbstständige, Studenten, Azubis, medizinische Berufe und Handwerker) eingeteilt.

Anzeige

Dabei haben die Tester aus Altenstadt an der Waldnaab die Tarife in vier verschiedenen Kriterien bewertet. Besonders gewichtet wurde im Rating mit 50 Prozent der Faktor "Preis-Leistung". Testkriterium Numero Zwei ist die „Unternehmensqualität“ (20 Prozent), die anhand von Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und Markterfolg benotet wird. Die Flexibilität der Police wurde ebenfalls mit 20 Prozent gewertet. Als letztes Testkriterium floss die Transparenz und der Service in das Rating ein: etwa, ob die AGB verständlich sind. Dieses Kriterium, für Verbraucher ebenfalls wichtig, trug nur magere zehn Prozent zum Gesamtrating bei.

Erneut fällt auf, dass viele Anbieter sehr gut abschnitten. So haben beispielsweise bei den kaufmännischen Berufen 28 Unternehmen eine "sehr gute" oder bessere Bewertung. Das sind fast drei viertel der untersuchten Angebote. Eine schlechtere Benotung hatten lediglich die restlichen 12 Unternehmen. Doch diese werden nicht namentlich genannt. Dabei sollten Ratings eigentlich den Anspruch haben, den Kunden und auch den Vermittlern eine gewisse Orientierung zu geben.

Anzeige

Die Flut positiver Ergebnisse bei solchen Anbieter-Vergleichen ist mehrfach kritisiert worden, auch bereits vom Versicherungsboten. Hierbei wäre zu erwähnen, dass die Versicherer ein "Qualitätssiegel" durch das Institut für Vorsorge und Finanzplanung erwerben können. Auf der Webseite des IVFP heißt es: "Nach erfolgreichem Rating können Sie als Unternehmen ein Qualitätssiegel erwerben, das sich hervorragend zu Marketingzwecken einsetzen lässt."