Nach einer ersten Schockstarre und einem ersten Entsetzen der Menschen, fangen wir aktuell an, ganz andere Erfahrungen während dieser Zeit zu sammeln. Auch für uns als Personalberater hat sich die tägliche Arbeit verändert, aber wir haben schnell einen positiven und zukunftsorientierten Blick auf das „neue Arbeiten“ gerichtet.

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Fast alle Menschen sitzen aktuell im Homeoffice und sind damit für uns besser zu erreichen, als jemals zuvor. Gelegentlich gibt es irritierte Reaktionen darüber, dass wir auch in diesen Zeiten Menschen auf eine mögliche berufliche Veränderung ansprechen, aber das sind wenige. Die meisten Menschen sind froh über die Ablenkung aus Ihrer neuen Arbeitssituation und insgesamt auch viel offener und menschlicher bei einem ersten Telefonkontakt, obwohl man sich noch gar nicht persönlich kennt. Dies liegt sicherlich im Moment auch daran, dass alle Menschen eine „Gemeinsamkeit“ haben, welche verbindet, auch wenn es keine schöne ist.

Insgesamt stellen wir aber eine viel höhere Reflektion der Menschen fest, was Ihre eigene berufliche Situation betrifft, da alle aus Ihren stressigen Arbeitsabläufen heraus, abgeschnitten von Kollegen, die man sonst täglich gesehen hat, in eine neue Arbeitswelt im Homeoffice mit neuen Herausforderungen hinein bewegt worden sind. Auch empfindet jeder einzelne die aktuelle Unterstützung seines derzeitigen Arbeitgebers unterschiedlich, angefangen von sehr regelmäßigem digitalen Austausch und einem Gefühl, in dieser Situation „nicht alleine“ zu sein, bis hin zu einer gefühlten Vereinsamung, da kaum Kontakt zu den Führungskräften besteht, geschweige denn die Nachfrage, wie es einem geht und wie man zurechtkommt.

In diesem entschleunigteren Neuzustand kommt bei vielen Menschen tatsächlich die ehrliche und offene Frage an sich selbst auf, ob sie in Ihrer beruflichen Situation, welche Sie bis gestern noch als gegeben hingenommen haben, eigentlich zufrieden sind.

Die Gespräche, die wir aktuell führen, sind dahingehend oft ehrlicher und reflektierter und wir stellen zunehmend fest, dass die Menschen sich mit der Zukunft, einer Perspektive und auch einer Zeit nach Corona beschäftigen wollen. Die Angst, vor einer möglichen Veränderung ist tatsächlich in den letzten Tagen einer Offenheit und auch einer Klarheit gewichen, was sich für einen jeden persönlich in der Zukunft ändern soll.
Unsere Wirtschaft muss aktuell herbe Einbußen in Kauf nehmen und wird eine gewisse Zeit brauchen, um wieder aufgebaut zu werden. Was bleiben wird, ist jedoch der Fachkräftemangel und weiterhin die Nachfrage nach qualifiziertem Personal und dieses wird nach der Krise noch dringender benötigt, als davor.

Wir nutzen aktuell intensiv die Zeit, den Markt entsprechend zu sondieren und mit denjenigen in Kontakt zu kommen, die eine entsprechend benötigte Qualifikation mitbringen und gleichzeitig eine Offenheit und Reflektion entwickelt haben, sich in der Zukunft verändern zu wollen.

Dem in unserem Prozess normalerweise, spätestens nach einem positiv geführten Telefonat, folgende persönliche Kontakt, ist einer Skype Telefonkonferenz gewichen, in welcher wir den Menschen zwar nicht „live“ gegenübersitzen können, jedoch trotzdem eine persönliche Nähe aufbauen können, feststellen, dass der Anzug tatsächlich ein Kleidungsstück für „draußen“ ist, Einblicke in private Wohn- und Arbeitszimmer bekommen und teilweise auch unvorhergesehenen Situationen beiwohnen, in welchen z.B. Kinder zur Tür hereinkommen oder sonstige Situationen aus der Familie „passieren“. Uns ermöglicht dies tatsächlich einen anderen Blick auf die Menschen zu bekommen, z.B. an Reaktionen zu sehen, wie der Einzelne mit Unvorhergesehenem umgeht.

Es ist eine neue und interessante Erfahrung und ersetzt definitiv nicht den persönlichen Kontakt und Eindruck, aber es ist eine Möglichkeit, in den aktuell gegebenen Umständen, trotzdem Kontakte weiter aufzubauen und ein Recruiting weiter zu betreiben, mit der schönen Erkenntnis, dass die Offenheit der Menschen für eine Zukunft da ist.

Möglicherweise wird diese neue Form zu arbeiten auch künftig, nach der Krise, in unserer Wirtschaft implementiert werden, da man aktuell die Erfahrung sammelt, dass die digitalen Prozesse gut funktionieren und unterm Strich auch Zeit und Reisekosten sparen.

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Fakt ist, dass ein Recruiting auch in Zeiten von Corona funktioniert und durchaus professionell, zielführend und wertschätzend durchgeführt werden kann - und auch von Auftraggeberseite aus weiterhin genutzt wird – und anknüpfend an die Notwendigkeit, weiterhin gutes Personal gewinnen zu wollen, auch trotz oder gerade wegen der aktuellen Pandemie weiterhin durchgeführt werden sollte.
Fazit: für uns bietet die jetzige Zeit, die sich in einem normalen Arbeitsalltag so nicht ergeben hätte Chancen, welche wir auch weiterhin ergreifen und nutzen.