Immer schnellere Rechenmodule, Daten in der Cloud und immer kleinere Computer tragen zu immer größeren Geschwindigkeiten bei der Analyse und Auswertung bei. Das geht natürlich nur dann, wenn die technische Infrastruktur Schritt hält und laufend auf modernstem Stand gehalten wird.

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Die Finanzindustrie zählt zu den Top 3 der Datenproduzenten auf der Welt. 2.074 Exabyte hat nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IWD) die Datenmenge der Finanzdienstleistungen 2018 betragen (1 Exbyte = 1 Milliarde Gigabyte). Mobiles Bezahlen, Online-Banking und Online-Brokering treiben die Branche an und Versicherungen holen auf.

Das IWD geht davon aus, dass mit der Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G weitere Branchen aufholen werden. Darunter Gesundheitsportale, Telemedizin und auch weitere Formen der Onlineberatung. Datengetriebene Geschäftsmodelle sind auf dem Vormarsch und werden unter Einbindung künstlicher Intelligenz herkömmliche Geschäftsmodelle verändern. Robo-Advisor können Daten analysieren, Empfehlungen für Kunden entwickeln und diese voll- oder teilweise automatisiert umsetzen. Dokumentation inbegriffen.

Die „Robos“ sind bei Versicherungen schon da

Robo-Advisor starteten vor einigen Jahren bei Finanzdienstleistungen und der Portfolioverwaltung. Die Testphase im Bereich Versicherungen ist auch schon überschritten. Der „Robo“ – um den vermenschlichten Begriff hier zu nutzen – überprüft mit seinen Rechenalgorithmen den Versorgungsgrad und/oder den Risiko-Status der Kunden, vergleicht automatisch mit vorhandenen oder am Markt verfügbaren Produkten und unterbreitet Vorschläge für Policen mit mehr Leistungen oder zu günstigerem Preis. Diese Overten erhält der moderne Kunde natürlich auf sein Smartphone und kann mit einem Klick das bessere oder günstigere Produkt buchen.

Google geht davon aus, dass 2025 mehr als 60 Prozent aller Versicherungen online abgeschlossen werden. Dabei soll es nach entsprechenden Befragungsergebnissen kaum Unterschiede zwischen den Altersgruppen geben. Auf die Frage, ob man sich vorstellen könne, dass eine Versicherung komplett online abgeschlossen würde, antwortetet in der Gruppe der 18- bis 34jährigen 53 Prozent mit „Ja“. In der Gruppe von 35 bis 55 Jahren waren es 57 Prozent und in der Altersgruppe ab 55+ sogar 59 Prozent. Online ist also in allen Generationen angekommen und sind Allgemeingut.

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Versicherungsmaklern ist zu empfehlen sich je nach Art des Robo-Advisors, beispielsweise vom jeweiligen Partnerpool, über die Konsequenzen hinsichtlich der Vereinbarungen aus dem Maklervertrag klar zu werden. Bleibt die letzte Entscheidung für einen Vorschlag im Auftrag des Maklers beim Kunden, dann hat man eine andere Situation, als wenn der „Robo“ sofort Verträge umswitcht oder erkannte Versicherungslücken schließt, ohne dass die Kunden und Makler davon etwas wissen. Hier gilt es explizite Klarheit in Maklerverträgen zu schaffen.