Im Juni 2016 hatte die Ergo ein Sparprogramm aufgesetzt. Bis 2020 sollten operativ 540 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. Dazu investierte der Versicherer seinen Angaben zufolge rund eine Milliarde Euro. Knapp 1.800 Mitarbeiter sollen dem Programm zum Opfer fallen. Auch, weil der Unternehmensumbau Investitionen erforderte, schrieb die Ergo 2016 rote Zahlen. Auf 40 Millionen Euro bezifferte sich das Jahresminus im Vorjahr. 2015 belief sich der Verlust noch auf die Hälfte. Deshalb erhöhte die Konzernmutter Munich Re den Druck. Die Ergo möge doch bitte an der Kostenschraube drehen.

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Seither geht es für den Versicherer wieder aufwärts. Für 2017 stand ein Gewinn von 273 Millionen Euro. Im Jahr darauf wurde der Wert mit 412 Millionen Euro noch einmal deutlich übertroffen. Nun vermeldet der Mutterkonzern die vorläufigen Geschäftszahlen der Tochter. So kletterte der Gewinn im Jahr 2019 noch einmal um 28 Millionen Euro und liegt nun bei 440 Millionen Euro.

Ergo-Ergebnisse in der Übersicht:

  • Das Operative Ergebnis konnte um 130 Millionen Euro auf 1.391 Millionen Euro zulegen
  • Der Gewinn steigt um 28 Millionen Euro auf 440 Millionen Euro
  • Die Bruttobeiträge sanken um 128 Millionen Euro auf 17,65 Milliarden Euro
  • Die Schaden-Kosten-Quote sinkt um 3,7 Prozentpunkte auf 92,3 Prozent

Mit dem Plus von 440 Millionen Euro sei das Gewinnziel von 400 Millionen Euro noch übertroffen worden. Die gesamten Beitragseinnahmen über alle Sparten stiegen um 192 Millionen Euro auf knapp 18,88 Milliarden Euro. Die gebuchten Bruttobeiträge sanken dagegen von 17,78 Milliarden Euro auf 17.65 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis konnte um 130 Millionen Euro auf 1.391 Millionen Euro gesteigert werden.

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Für das gute Jahresergebnis sei unter anderem der Bereich Schaden/Unfall in Deutschland verantwortlich. Hier konnte der Gewinn um 103 Millionen Euro auf 148 Millionen Euro gesteigert werden. Auch Ergo International zeigte sich erneut gut aufgelegt und erreichte ein Ergebnis von 105 Millionen Euro (103 Millionen Euro). Lediglich der Bereich Leben/Gesundheit schwächelte. Hier stürzte das Ergebnis von 264 Millionen Euro auf 187 Millionen Euro ab. Wobei das Ergebnis aus 2018 deutlich durch Einmaleffekte begünstigt war. Die Schaden-/Kostenquote in Deutschland ist von 96,0 Prozent auf 92,3 Prozent gesunken. Im Segment International fiel die Quote mit 94,3 Prozent (94,6 Prozent) leicht. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.