Können Sie Flexperto kurz vorstellen? Seit wann gibt es Ihr Unternehmen und was ist Ihr Geschäftsmodell?

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Flexperto wurde 2012 gegründet und fokussiert sich seit dem Jahr 2015 auf das Angebot von Software zur digitalen Kommunikation zwischen Versicherern und Finanzdienstleistern mit ihren Kunden. Mittlerweile arbeiten wir mit über 30 Versicherungsgesellschaften, Banken und Finanzvertrieben im Bereich der digitalen Beratung in Deutschland zusammen.

Unsere Lösung zeichnet aus, dass wir alle wichtigen digitalen Kanäle und Kollaborationswerkzeuge in einer, vor allem für den Vertriebsarbeitsplatz im Versicherungsmarkt, perfektionierten Oberfläche bündeln. Besonderen Wert legen wir darüber hinaus auch darauf, dass die Lösung datenschutzkonform und integrierbar in die bestehende Systemlandschaft des Unternehmens ist.

Liest man in den Referenzen auf Ihrer Homepage, findet man diverse Versicherer und auch den Finanzvertrieb MLP. Wie kommen Sie - mit Verlaub - in recht jungen Jahren zu diesen prominenten Kunden?

Flexperto gibt es ja nun schon seit mehr als 7 Jahren als Unternehmen. Wir sind also nicht mehr das typische Startup, sondern haben mehrfach bewiesen, dass wir ein verlässlicher und langfristig orientierter Technologiepartner sind, der auch Kunden mit mehreren tausend Beraterarbeitsplätzen optimal betreuen kann. Natürlich haben wir uns aber immer die Dynamik und die Herangehensweise der Startup Kultur bewahrt, sodass wir neben der professionellen Betreuung, die ein Großkunde erwartet, immer auch neuartige Umsetzungskonzepte bieten, die motivieren und mitreißen. Das kommt gut an und spricht sich vielleicht auch herum.

Außerdem haben wir uns sehr früh auf die Versicherungs- und Finanzbranche fokussiert, sodass wir auch die Sprache unserer Kunden sprechen, ihre Herausforderungen verstehen und dadurch als spannender Ansprechpartner zur Verfügung stehen, selbst wenn es mal nicht zu einer Kundenbeziehung kommt.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen aus?

Wir haben im März 2019 einen gemeinsamen Workshop von MLP und flexperto organisiert und dabei in vier Tagen die aktuellen Prozesse und Herausforderungen des Unternehmens analysiert, Einsatzmöglichkeiten von flexperto skizziert und auch ein zukünftiges Integrationsszenario hinsichtlich der bestehenden Infrastruktur entwickelt. Ebenfalls wurden bereits ein Prototyp aufgesetzt und MLP Berater, also die Nutzer des Tools, aktiv in den Prozess einbezogen. Die Resultate haben MLP überzeugt, deshalb hat das Unternehmen sich kurz darauf entschieden, die digitale Kundenberatung auf Basis unserer Software für alle rund 2.000 Berater einzuführen. Dafür haben wir unsere Konzepte, die wir aus jahrelanger Erfahrung erarbeitet haben, zusammen mit MLP auf deren Organisation angepasst. Eine Herausforderung war dabei sicherlich die komplexe, aber eben auch hochsichere IT-Infrastruktur von MLP.

Nach dem Rollout ist die Zahl der monatlich aktiven Nutzer in kürzester Zeit auf knapp 1.000 angewachsen – Tendenz steigend. Wir sind sehr stolz auf diese Resultate. Das wäre ohne den Support, die Offenheit und die Begeisterung für den digitalen Wandel auf Seiten von MLP nie möglich gewesen.

MLP-Vorstandsmitglied Manfred Bauer hatte vor einigen Jahren gemahnt, dass klassische Makler digital nachrüsten müssten und den Ausspruch „In Zukunft werden wir alle ein bisschen Fintech sein müssen“ geprägt. Welche Werkzeuge können Sie Vermittlern an die Hand geben, um auch ein bisschen Fintech zu sein?

Wir sind auch der Meinung, dass der klassische Maklervertrieb nicht aussterben wird. Die Lösung liegt in der Befähigung der Berater, noch digitaler, kundenfreundlicher und effizienter zu arbeiten. Wir geben Vermittlern die Möglichkeit, die persönliche Betreuung, die sie Kunden vor Ort bieten, auch digital anzubieten: Kundentermine vereinbaren, sich im Videochat persönlich kennenlernen, Dokumente im Screen-Sharing gemeinsam betrachten und Formulare ausfüllen, Verträge über die Distanz zu unterschreiben oder per datenschutzkonformen WhatsApp „Hallo“ sagen.

Gerade im Bereich Instant-Messaging möchten wir unser Angebot stark erweitern. Durch unsere Technologie haben Versicherungskunden die Möglichkeit, mit ihrem Vermittler auf allen Kanälen wie WhatsApp, Telegram, SMS etc. zu interagieren. Der Vermittler erhält alle Nachrichten in einem zentralen flexperto Messenger. Jetzt arbeiten wir gezielt mit einigen Unternehmen daran, die Konversationen auch in Bestandsführungssysteme übernehmen zu können, um die entsprechend regulatorische Dokumentation zu garantieren.

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Der Vermittler kann darüber auch Schadensmeldungen aufnehmen, automatisiert den Terminvorschlag für das Jahresgespräch senden oder den Abschluss per Textnachricht annehmen.