Im Februar 2019 kündigte die Allianz Gruppe an, noch mehr Geld in Start-ups stecken zu wollen. Der hauseigene Investment-Fonds Allianz X solle eine Milliarde Euro in junge Unternehmen investieren. Einen Teil davon steckte der Münchener Versicherer in den Kauf des Vergleichsportals Finanzen.de.

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Im Juli kündigte der Versicherungskonzern an eine eigene Finanzplattform aufzubauen. Diese soll als „komplettes Ökosystem“ für Finanzdienstleistungen aufgebaut werden und auch anderen Unternehmen offen stehen. Dabei könnte nun eine aktuelle Beteiligung helfen. Denn der Konzern ist mit seiner Investmenteinheit Allianz X beim Digitalisierungsunternehmen SDA SE Open Industry Solutions eingestiegen. Gleichzeitig sicherte sich auch der Koblenzer Versicherer Debeka eine Beteiligung. Vorher waren bereits die Signal Iduna mit Sitz in Dortmund sowie der IT-Dienstleister msg eingestiegen.

SDA bietet Versicherungsunternehmen ein digitales Baukastensystem an, das diese individuell für den Aufbau einer eigenen Serviceplattform nutzen können. Durch die Plattform, die auf Open Source Software basiert, sollen bestehende IT-Systeme einfach und schnell verknüpft werden. Dabei setzt das Unternehmen auf Echtzeit und volle Datensicherheit. Denn die Versicherer weiterhin die Datenhoheit behalten.

„Bislang setzen Versicherungsunternehmen bei der digitalen Transformation vor allem auf Inhouse-Ansätze und eigene Architekturen“, erklärt Stephan Hans, Geschäftsführer der SDA SE. Dieses Vorgehen habe jedoch einige Nachteile. Denn diese isolierten Lösungen seien teuer und berücksichtigten häufig nicht das vorhandene Know-how des Marktes. Das Ziel von SDA sei es, einen neuen Standard für digitale Service-Dienstleistungen aufzubauen.

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„Das Potential der Service-Dominierten Architektur im Versicherungswesen ist enorm und wird die bedarfsgerechte Kundenkommunikation in Zeiten der digitalen Transformation auf ein neues Level heben.“, sagt Carsten Middendorf, verantwortlicher Investment Director bei Allianz X.