Im vergangenen Jahr hatte der Großteil der deutschen Lebensversicherer die Überschussbeteiligung stabil gehalten. Einige Unternehmen mussten die laufende Verzinsung sogar leicht nach unten korrigieren.

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Eine positive Ausnahme war die Ideal Leben. Der Berliner Versicherer Ideal war für das Jahr 2019 mit verbesserten Werten an den Start gegangen und hatte die laufende Verzinsung von 3,0 Prozent auf 3,3 Prozent gehievt.

Für 2020 vermeldet die Versicherungsgruppe nun konstante Überschüsse. So soll die laufende Verzinsung bei 3,3 Prozent gehalten werden. Hinzu kämen noch der Schlussüberschuss von 0,7 Prozent und die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven.

Die guten Werte führt Ideal-Chef Rainer M. Jacobus auf das Anlageverhalten der Gruppe zurück. So habe die Ideal mit rund 24 Prozent seit Jahren die höchste Immobilienanteil im Markt. „Unser Beispiel zeigt, wie man mit flexibler Kapitalanlage das Alleinstellungsmerkmal Garantie in der Lebensversicherung verteidigen kann; allerdings sind die gewaltigen Risiken der Zinspolitik der EZB unübersehbar. Wenn hier nicht schnell, und ich meine damit 2020, der Ausstieg vorbereitet wird, sind die Folgen für die Altersversorgung nicht mehr beherrschbar. Der Weckruf der renommierten Ex-Notenbanker von letzter Woche sollte den EZB-Rat zum Umkehren veranlassen.“, sagt Vorstandschef Rainer M. Jacobus.

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Zudem rechnet der Versicherer für das laufende Geschäftsjahr in der Lebensversicherung mit Beitragseinnahmen in Höhe von rund 340 Millionen Euro. Einen wichtigen Anteil daran habe das Produkt "UniversalLife". Die Lebensversicherung war erst 2015 eingeführt worden, hat aber bereits einen Anteil von 30 Prozent am Neugeschäft. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.