Die Zurich möchte die Marken Zurich und DA Direkt neu justieren. Diese Pläne sind nicht ganz neu. Für den Direktversicherer sehen die Pläne unter anderem vor, das Online-Geschäft auszubauen. Dazu sollen die bestehenden Online-Teams erheblich ausgebaut werden. Gleichzeitig sollen Kunden, auf Wunsch, einen persönlichen und vor allem festen Ansprechpartner am Telefon erhalten können.

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Bald soll die DA Direkt in das Geschäft mit Zahnzusatz-Policen einsteigen. Dabei soll die Übernahme des Insurtechs dentolo helfen. Das Berliner Unternehmen wurde 2015 gegründet und bietet eine Vielzahl von Dienstleistungen rund um die Zahnmedizin. Zudem hat der Dienstleister eine eigene Technologieplattform aufgebaut, die Patienten, Ärzte und Partner miteinander verbindet. Bundesweit seien 500 Zahnärzte angebunden. Trotz der kompletten Übernahme durch die Zurich solle dentolo weiterhin als eigenständige Marke auftreten. Mit der DA Direkt werde der Zahnmedizin-Dienstleister als Kooperationspartner zusammenarbeiten.

Ein wichtiges Angebot des jungen Unternehmens ist ein Online-Kostentool für Behandlungsoptionen. "Bei einer Behandlung durch einen Zahnarzt des dentolo-Netzwerks werden deutliche Kostenvorteile erzielt.", heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Dieser Ansatz ist in der Versicherungswirtschaft nicht unbekannt. Denn auch in der Kfz-Sparte gibt es ähnliche Verbünde. Dort wird allerdings mit einem Netzwerk aus Partnerwerkstätten gearbeitet. Einfach beschrieben funktioniert das so: Der Versicherer schickt seine Kunden im Schadensfall zu den angebundenen Werkstätten. Dafür können die Kosten für Reparaturen gedrückt werden.

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Wie der Versicherungsschutz konkret aussehen wird und ob dabei eine Art Zahnarzt-Bindung zum Einsatz kommen wird, ist indes noch nicht bekannt. Sicher ist, dass diverse Dienstleistungen und Unterstützungen rund um die Zahnbehandlung angeboten werden sollen.