Im Dezember 2018 hatte die Deutsche Familienversicherung im zweiten Anlauf den Sprung auf das Börsenparkett geschafft. Eigentlich wollte der Versicherer bereits am 14. November 2018 an der Frankfurter Wertpapierbörse durchstarten. Doch kurz vor dem geplanten Start machte das Insurtech einen Rückzieher. Als Grund nannte der Versicherer das aktuell schwierige Kapitalmarktumfeld.

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Beim zweiten Versuch hat es das Frankfurter Unternehmen auf das Börsenparkett geschafft und wird seither am regulierten Markt, dem Prime Standard, der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Einen großen Anteil am Börsengang hat die VPV Lebensversicherung. Denn der Versicherer aus Stuttgart hat sich Aktien im Wert von 25 Millionen Euro gesichert. Damit hält die VPV 15,6 Prozent der Anteile an der DFV und darf sich dadurch als Großaktionär fühlen. "Das wir die VPV Lebensversicherung als neuen Ankerinvestor gewinnen konnten, ist ein starkes Signal in den Markt.", sagte DFV-Chef Stefan Knoll damals.

Bei der Rolle als Großaktionär soll es für die VPV jedoch nicht bleiben. Beide Unternehmen wollen ihre Zusammenarbeit künftig vertiefen. Denn die DFV möchte in das Geschäft mit Leben-Policen einsteigen und dafür benötigt der Versicherer einen Risikoträger. Diesen Part soll nun die VPV übernehmen. Darauf hätten sich beide Unternehmen verständigt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

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Derartige Partnerschaften unter Versicherern sind nicht unüblich. So arbeitet die DFV auch mit der Swiss Life zusammen. Dadurch können Geschäftspartner der Swiss Life Partner GmbH Produkte wie Pflege- und Krankenzusatz-Policen aus dem Hause der DFV anbieten.