Mehr als ein Drittel der volljährigen Deutschen (36 Prozent) liebäugelt damit, innerhalb der nächsten drei Jahre einen eigenen E-Scooter zu erwerben. Immerhin 26 Prozent der Bundesbürger könnten sich vorstellen, eines dieser Fahrzeuge über ein Sharing zu nutzen. Das geht aus einer Umfrage der Swiss Life Select hervor.

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Am Freitag (17.05.2019) hat nun der Bundesrat den Weg für die elektrobetriebenen Kleinstroller freigemacht. Nun muss nur noch die Bundesregierung die beschlossenen Änderungen umsetzen. Die sogenannten E-Scooter sollen ähnlich wie Mofas mit bis zu 20 km/h auf Straßen und Radwegen gefahren werden dürfen. Ursprünglich sollten E-Scooter auch auf Gehwegen und in Fußgängerzonen fahren dürfen.

Für E-Scooter bedarf es keinen Führerschein. Auch ein Helm sei nicht Pflicht. Vorgeschrieben sei eine Bremse sowie eine Beleuchtungsanlage. Auch eine Haftpflichtversicherung, die durch eine Versicherungsplakette am Fahrzeug nachzuweisen ist, müssen Fahrzeuginhaber vorweisen.

Versicherer wollen neuen Markt erobern

Mit dem Passieren der Hürde Bundesrat rücken die neuen Fahrzeuge noch stärker in den Fokus der Versicherungswirtschaft. Anfang April 2019 hatten sich bereits die Versicherer die Bayerische und die Zurich in dem jungen Segment positioniert. So versichert beispielsweise die Bayerische elektrobetriebene Kleinstroller des amerikanischen Herstellers „Bird“. Die Zurich hatte zu dem Zeitpunkt schon eine Sondergenehmigung vom Kraftfahrtbundesamt für die zwei ersten offiziell zugelassenen E-Scooter Modelle. Mitte April folgte mit der Signal Iduna ein weiterer Versicherer dem noch jungen Trend. Dazu hat sich der Dortmunder Versicherer beim E-Scooter-Start-Up Flash eingekauft. Im Mai kam mit der Württembergischen Versicherung die nächste Gesellschaft mit einer Absicherung für E-Scooter auf den Plan.

Nun wollen auch die DEVK Versicherungen und die Provinzial NordWest mit eigenen Angeboten den jungen Markt erschließen. Während die Provinzial NordWest einen entsprechenden Haftpflichtschutz für Privatkunden auf den Markt bringen will, startet die DEVK mit Sitz in Köln zunächst eine Police für Verbraucher und ab Juni sollen auch Mietroller des schwedischen Sharing-Unternehmen VOI absichert werden.