Im November 2017 hatte die Allianz angekündigt den Kreditversicherer Euler Hermes aufkaufen zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt hielt der Versicherungsriese bereits rund 63 Prozent der Aktien am französischen Unternehmen, der besonders durch die sogenannten Hermesbürgschaften bekannt wurde. Inzwischen wurde die Übernahme komplett abgeschlossen und Euler Hermes von der Börse genommen.

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Seither hielten sich hartnäckige Gerüchte um eine Fusion der Industriesparte. Denn der Münchener Konzern hatte im Frühjahr die Unternehmensberatung Oliver Wyman beauftragt, etwaige Möglichkeiten für eine Fusion der Töchter Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) und Euler Hermes auszuloten. Bis zur Mitte des Jahres sollte der Plan stehen.

Eine Fusion der Unternehmenstöchter schien durchaus sinnvoll zu sein. Schließlich könnte die neue Gesellschaft deutlich schlanker aufgestellt werden. Dadurch könnten Kosten eingespart werden. Zudem könnten Kunden eine größere Produktpalette aus einer Hand angeboten werden.

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Doch zur großen Vereinigung wird es wohl nicht kommen. „Sie können davon ausgehen, dass wir keine Fusion haben werden.“, sagte Allianz-Finanzvorstand Giulio Terzariol. Zwar gebe es durchaus Kapitalsynergien, die erschlossen werden sollen. Dies solle jedoch in kleinerer Form geschehen. So sollen lediglich einzelne Einheiten vermählt werden. Speziell beim Vertrieb und in der Produktentwicklung sei eine engere Zusammenarbeit denkbar. Das berichtet das "Handelsblatt"