Im November 2017 hatte die Allianz angekündigt den größten Kreditversicherer der Welt aufkaufen zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt hielt der Versicherungsriese bereits rund 63 Prozent der Aktien am französischen Unternehmen, der besonders durch die sogenannten Hermesbürgschaften bekannt wurde. Inzwischen ist die Übernahme komplett abgeschlossen. Zudem hatte der Versicherer Euler Hermes im vergangenen Jahr von der Börse genommen.

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Nach dem bereits 2018 laut über eine große Fusion im Hause der Allianz spekuliert wurde, könnte es anno 2019 konkreter werden. Damals sollte allerdings nicht der Kreditversicherer Teil einer Vereinigung sein. Damals hatte Allianz-Chef Oliver Bäte eher mit der XL Group geliebäugelt. Doch die französische Axa kam dem Münchener Konzern zuvor und schnappte sich den Versicherer für stolze 12,4 Milliarden Euro. Bäte sei dieser Betrag jedoch zu hoch gewesen, hieß es damals. Dagegen nannte der Axa-Chef den Kauf als einmalige Gelegenheit.

Allianz prüft Fusion

Aktuell könnte es zu einer Allianz-internen Liaison kommen. Denn der Industrieversicherer AGCS und der Kreditversicherer Euler Hermes sollen wenigstens enger zusammen arbeiten. „Wir suchen immer nach neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit in bestimmten Märkten und für bestimmte Kunden oder Produkte“,erklärte ein Sprecher gegenüber dem "Handelsblatt". Das Fachportal "Versicherungsmonitor" spricht sogar von einer Fusion. Allerdings würde sich das Projektnoch in einem frühen Stadium befinden. Folglich könnten noch keine konkreten Wasserstandsmeldungen gegeben werden. Aktuell würde viele Möglichkeiten geprüft.

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Insgesamt könnte eine Fusion durchaus Sinn ergeben. Schließlich könnte die neue Gesellschaft deutlich schlanker aufgestellt werden. Dadurch könnten Kosten eingespart werden. Zudem könnten Kunden eine größere Produktpalette aus einer Hand angeboten werden.