Rund 4,4 Millionen Rentner bzw. Rentner-Ehepaare haben im zuletzt rund 33 Milliarden Euro an Einkommenssteuer pro Jahr gezahlt. Das berichtet die „BILD“-Zeitung am Montag. Das Boulevardblatt beruft sich auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Frank Schäffler. Laut Bundesregierung stamme damit ein Zehntel des gesamten Einkommenssteuer-Aufkommens von Ruheständlern.

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Immer mehr Geld fließt in Rentenkasse zurück

Aufhorchen lässt die Zahl auch deshalb, weil zugleich immer mehr Steuergelder an die Deutsche Rentenversicherung gehen. 97 Milliarden Euro und damit mehr als ein Viertel (27,5 Prozent) des kompletten Bundeshaushalts erhält die Rentenkasse. Insgesamt beziffern sich die Steuereinnahmen des Bundes auf 365 Milliarden Euro.

Seit dem 1. Januar 2005 werden die Renten schrittweise immer stärker besteuert: Zu diesem Datum fiel der Startschuss für die sogenannte nachgelagerte Besteuerung. Zugleich werden Aufwendungen für die Altersvorsorge nach und nach steuerfrei.

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Jahr für Jahr steigt der Prozentsatz des steuerpflichtigen Teils der Rente für die jeweiligen Neurentner um zwei Prozentpunkte. Welches Geld zu besteuern ist, richtet sich dabei nach dem Jahr des Renteneintritts. Rentner, die bis 2005 in den Ruhestand gingen, haben einen Besteuerungsanteil von 50 Prozent auf ihre Altersbezüge, Neurentner 2019 von 78 Prozent. Wer 2040 oder später in Rente geht, muss die Altersbezüge grundsätzlich voll versteuern.