In der vergangenen Woche hatte die Zurich Deutschland ihre Geschäftszahlen für 2018 veröffentlicht. Im Rahmen der Pressekonferenz jubilierte Vorstandschef Carsten Schildknecht, dass der Versicherer die Trendwende geschafft habe. So habe der Versicherer im vergangenen Jahre seine Ziele in vielen Bereichen übertroffen. Beispielsweise sei das Betriebsergebnis um rund 9,1 Prozent auf 401 Millionen Euro geklettert. Auch die Beitragseinnahmen seien gestiegen. Die Zahlen seien auf Verbesserungen beim Underwriting sowie auf das Sparprogramm zurückzuführen. Dadurch habe die Zurich die Kostenbasis senken können und teils sogar über den Erwartungen gelegen.

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Bereits im vergangenen Jahr hatte Schildknecht weitere Umbaupläne angekündigt. So sollen unter anderem die Marken Zurich und DA Direkt neu justiert werden. Zudem möchte der Versicherer verstärkt digitale Themen angehen. Auch deshalb wurde ein neues Vorstandsressort geschaffen. Dieses soll die Belange von IT sowie der Digitalisierung des Unternehmens noch besser herausstellen. Zugleich möchte der Versicherer beim Vertrieb und in der Verwaltung produktiver werden.

Für einen schlankeren Aufbau könnte nun der Verkauf einer Vertriebstochter sorgen. Denn die Bonnfinanz soll rückwirkend zum 1. Januar 2019 veräußert werden. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach werde das Bonner Unternehmen vom Pariser Investor Blackfin Capital gekauft. Eine Bestätigung stehe jedoch von beiden Unternehmen aus.

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Die Vertriebseinheit war 2002 in die Zurich-Gruppe aufgenommen worden. Zuletzt hatte das Unternehmen jedoch rückläufige Ergebnisse. Im Jahr 2017 hatte Bonnfinanz einen Umsatz von 63,4 Millionen Euro eingefahren. Das sind 7,8 Prozent weniger als 2016. Auch die Provisionserlöse sanken - um 8,02 Prozent.