Der Versicherungsbote hat sich Ergebnisse des Haftpflicht-Monitors, einer Analyse von Jahresabschlusskennzahlen der 50 größten Versicherungsunternehmen durch die V.E.R.S. Leipzig GmbH in Kooperation mit der Yougov Deutschland GmbH, für die zwölf dominierenden Unternehmen der Branche angesehen.

Anzeige

Ein gutes Jahr für die Haftpflichtversicherung

Laut Clemens Wilde, Leiter der Studie, war 2017 für die Haftpflichtversicherung ein gutes Jahr. So stiegen gegenüber dem Vorjahr sowohl die gebuchten Bruttoprämien (2016: 138,91 Mio. Euro; 2017: 140,66 Mio. Euro) als auch die durchschnittliche Anzahl der Verträge je Versicherer (2016: 818.856 Stück; 2017: 831.588 Stück). Für den Durchschnitt aller untersuchten Unternehmen konnte außerdem die gute Combined Ratio bzw. Schaden-Kosten- Quote von 86,94 Prozent ermittelt werden – Prämieneinnahmen standen gegenüber Schaden- und Betriebsaufwendungen also in einem auskömmlichen Verhältnis.

Die größten Versicherer im Geschäftsjahr 2017 nach Marktanteilen

Zu beachten ist: Tochtergesellschaften unter dem Dach eines Versicherers werden vom Branchenmonitor nach Rechtsform getrennt ausgewiesen. So wird die HUK-COBURG VVaG und die HUK-COBURG Allgemeine ebenso getrennt betrachtet wie z.B. die DEVK VVaG oder die DEVK Allgemeine, was sich im Ranking nach Marktanteilen widerspiegelt.

Laut Branchenmonitor beherrscht die Allianz, Deutschlands größter Erstversicherer, auch den Markt der Haftpflichtversicherungen. Mit gebuchten Brutto-Prämien in Höhe von 1.209 Mio. Euro für das Jahr 2017 kann das Unternehmen 15,61 Prozent des Gesamtmarktes für sich in Anspruch nehmen. Zwar gingen die Prämieneinnahmen gegenüber 2016 um 18,3 Mio. Euro zurück. Da sich die Schaden-Kosten-Quote aber von 87,32 Prozent auf 86,89 Prozent verbesserte und sich die Anzahl der Versicherungsverträge von 4.330.539 auf 4.360.254 steigerte, können die Münchener dennoch mit dem Geschäftsergebnis des Zweigs „Haftpflicht“ zufrieden sein.

Anzeige

Der Versicherer mit dem zweitgrößten Marktanteil nach gebuchten Bruttoprämien ist die Axa: 599 Mio. Euro kann sie verbuchen und hält aufgrund dieses Betrags 7,73 Prozent des Marktes. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Axa 4,17 Mio. Euro mehr ein, jedoch ging die Zahl der Versicherungsverträge um 34.642 zurück und stand zum Ende 2017 bei 3.166.915 Verträgen. Trotz dieses Rückgangs verbesserte aber auch die AXA ihre Combined Ratio von 88,66 auf 82,69 Prozent.