Ursprünglich war der Start des digitalen Versicherer One für September oder Anfang Oktober 2017 geplant. Dafür fehlte bis zuletzt die Lizenz der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht (FMA). In einem Interview im Dezember 2017 hatte CEO Stephan Ommerborn erklärt, dass die Anforderung beispielsweise bei IT und Datenschutz sehr umfangreich seien. Dies erforderte etwas mehr Zeit als ursprünglich erwartet.

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Doch nun hat das Baby aus dem Hause Wefox grünes Licht von der Finanzaufsicht erhalten. Über die Erlaubnis aus Liechtenstein strebe das Unternehmen eine Voll-Lizenz für Europa an. Das berichtet das "Handelsblatt"

Das Versicherungsangebot werde zu Beginn lediglich aus Hausrat- und Haftpflichtdeckungen bestehen, solle aber in Zukunft auf weitere Bereiche ausgedehnt werden. So sollen noch in diesem Jahr eine Lebensversicherung sowie Angebote in den Bereichen von Kfz- und Krankenversicherung folgen. Rückversicherer der neuen Gesellschaft werde die Munich Re. Bereits im September hatten beide Unternehmen eine Partnerschaft vereinbart.

One will mit Schnelligkeit punkten

Grundlage der neuen Gesellschaft sind digitalisierte Abläufe. Viele Arbeitsschritte im Front- und Backoffice sollen automatisiert ablaufen. Auch die Schadensmeldung soll wenn möglich vollautomatisch erfolgen. Dies könne per App geschehen. Schadensfälle sollen innerhalb von zwei Stunden beurteilt werden. So wolle das junge Unternehmen 60 Prozent aller Schäden in Echtzeit und vollautomatisch regulieren. Für Kunden solle dabei jederzeit der aktuelle Stand der Versicherungssituation nachvollziehbar sein.

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Generell wolle der neue Versicherer mit besseren Leistungen punkten. So sollen die Policen beispielsweise monatlich zahl- und kündbar sein. Auch ein Bonus für schadenfreie Monate sei geplant. Die Hausratversicherung solle etwa mit einer Deckung gegen einfachen Diebstahl ausgestattet sein. Für die Vermittlung werde es eine Provision in Höhe von 24 Prozent der Netto-Jahresprämie geben. Überdies gebe es für den Start zusätzliche Prämien bei festgelegten Verkaufszahlen, heißt es weiter.