Deutsche Verbraucher investieren ihr Geld mehrheitlich in klassische und risikoarme Geldanlagen. Die meisten Deutschen parken ihr Geld auf dem Sparkonto (43 Prozent), investieren es in eine Lebens- oder Rentenversicherung (34 Prozent), nutzen Tagesgeld (33 Prozent) oder kaufen Immobilien (32 Prozent). Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Targo-Bank.

Anzeige  

 

Dabei können Sparer mit einer Anlage in Fonds langfristig gute Renditen erreichen. Das zeigt eine Auswertung des Verbraucherportal Finanztip, dass sich den Weltaktienindex MSCI World von 1975 bis heute genauer angeschaut hat. „Wer beliebige 15 Jahre in den MSCI World investiert hat, hätte im Schnitt 7,7 Prozent jährliche Rendite erzielt und zu keinem Zeitpunkt einen Verlust erlitten“, sagt Sara Zinnecker, Expertin für Geldanlage bei Finanztip. Der Einsatz von 10.000 Euro hätte sich damit verdreifacht.

Für Bundesbürger bleibt die Anlage in Fonds ein schwieriges Thema. Zwar stecken knapp 28 Prozent der Befragten ihr Geld auch Investmentfonds. Doch es gibt weiterhin Vorbehalte gegen ein Engagement am Aktienmarkt. Denn für mehr als jeden zweiten Anleger (57 Prozent) ist ein Investment in Aktien und Fonds „völlig uninteressant“ oder „eher uninteressant“.

Dieses Ergebnis wird auch von einer aktuellen RWB-Studie, die von GfK durchgeführt wurde, untermauert. Demnach trauen sich lediglich 55,1 Prozent der Bundesbürger zu in Fonds oder Aktien zu investieren. Gleichzeitig trauen sich vier von fünf Deutschen (79,8 Prozent ) die Aufnahme eines Kredits zu. Immerhin 89 Prozent sind davon überzeugt, eine Versicherung abschließen oder wechseln zu können. 75,2 Prozent bestätigen dies für eine private Altersvorsorge.

Dass Verbrauchern die Aufnahme von Krediten leicht fällt, zeigen auch Zahlen der Bonitätsauskunft Schufa. Laut deren Datenbestand waren Ende 2016 insgesamt 17,4 Millionen laufende Ratenkredite gelistet. Das geht aus dem aktuellen Schufa Kredit-Kompass 2017 hervor.

Vor dem Abschluss eines Ratenkredits informieren sich Konsumenten immer häufiger umfassend und vergleichen die Konditionen. Während 2014 für einen Kredit durchschnittlich 1,4 Anfragen von Banken nach einer Schufa-Auskunft im Rahmen der Kreditkonditionenermittlung gestellt wurden, waren es 2016 bereits 1,8 Anfragen. Viele Anfragen kommen inzwischen über unterschiedliche Kreditvergleichsportale, wie etwa https://www.kredit-zeit.de/

Anzeige  

 

In Deutschland gibt es rund 17,4 Millionen Ratenkreditverträge. Allein 2016 wurden rund 7,7 Millionen neue Kreditverträge abgeschlossen. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Höhe der Kreditsumme um 673 Euro auf nun 10.225 Euro pro Vertrag. Dabei lag die durchschnittliche Kredit-Laufzeit bei 48,6 Monaten. Die mittlere Kredithöhe betrug 10.793 Euro pro Person.