Die Riester-Rente hat im dritten Quartal 2017 leicht an Boden gewonnen. So zählte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Ende September 2017 insgesamt 16,535 Millionen Verträge. Das sind 7.000 Policen weniger als Ende 2016. Allein zwischen Januar und Juni 2017 sank die Zahl der Verträge um 32.000. Dagegen konnte die geförderte Altersvorsorge zwischen Juli und September deutlich zulegen. Knapp 25.000 Policen kamen in diesem Zeitraum hinzu.

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Der größte Verlierer bei der einst von Arbeitsminister Walter Riester (SPD) erfundenen Zulagenrente sind weiterhin die Policen über Versicherungen. Zwar bleibt die Assekuranz mit knapp zwei Drittel der Verträge (65,2 Prozent) noch Spitzenreiter - verliert aber weiterhin an Boden. Während die Versicherer Ende 2012 noch knapp elf Millionen Riester-Policen in den Beständen hatten, sind es Stand Ende Juni 2017 nur noch 10.791 Millionen Verträge. Damit gingen 232.000 Verträge verloren. Allein im dritten Quartal mussten die Versicherer einen Verlust von 30.000 Verträgen hinnehmen.

Investment-Riester boomt

Ebenfalls verloren haben Banksparpläne. Hier sank die Zahl der Verträge von 754.000 auf 748.000. Leicht gestiegen sind Wohn-Riester-Verträge. Hier kletterte der Bestand um 11.000 Verträge auf nun 1.751 Policen.

Der Gewinner des zweiten Quartals sind die Riester-Renten über Investmentfonds. Deren Zahl stieg von Januar bis September 2017 um 71.000 Policen auf nun 3.245 Millionen Verträge. Allein im dritten Quartal wuchs die Zahl der Verträge um 50.000.

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Jede fünfte Riester-Rente ist jedoch ruhend gestellt, die Sparer zahlen also keine Beiträge mehr ein. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor. Wie viel Riester-Policen in der 15-jährigen Bestehensgeschichte bereits storniert wurden, dazu konnte die Bundesregierung keine Angaben machen.