Die Zahl der Insurtech steigt weiter an. Waren es vor einem Jahr noch 36 Startups, die sich auf Versicherungsprodukte fokussierten, so sind es inzwischen 67 Unternehmen. Doch die Welt der versicherungsnahen Jung-Unternehmen verändert sich zunehmend und damit auch die Geschäftsmodelle der Szene. Das zeigt eine Auswertung der Versicherungsforen Leipzig.

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Während in der ersten Insurtech-Welle der Fokus auf Plattformen und Vertragsmanagern und verbunden damit eher auf Privatkunden lag, haben sich die Schwerpunkte inzwischen in Richtung Gewerbe- und Produktbereich verschoben. Auch ist aktuell ein verstärkter Trend zu Kooperationen zu beobachten. Das zeigen unter anderem die Zusammenarbeit des Rückversicherers Munich Re mit dem digitalen Versicherer One und dem Online-Makler Getsafe. Aber auch die Kooperation des Insurtechs Clark mit diversen Direktbanken, zu denen unter anderem die Direktbanken ING-DiBa und N26 belegen diese Entwicklung.

Nun verbünden sich insgesamt fünf Insurtechs zu einer digitalen Vertriebsallianz. Der Kfz-Versicherer Friday will künftig gemeinsam mit dem Bonitätsprüfer Bonify, der Versicherungs-Plattform Friendsurance sowie den Online-Maklern Clark und Knip mehr digitale Versicherungsprodukte an den Mann oder die Frau bringen. Zudem möchte der Insurtech-Verbund neue digitale Versicherungsprodukte schaffen und weitere Marktanteile erschließen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

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„Kunden erwarten im Versicherungsumfeld eine einfache und komfortable Nutzung, wie sie Kunden zum Beispiel von Taxi-Apps auf Basis von Google Maps gewohnt sind. Genau dies wollen wir durch die Zusammenarbeit für den Kunden erzeugen.“, sagte Christoph Samwer, CEO von Friday.