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Startups und Insurtechs

Clark gewinnt ING-DiBa als Partner - alle Services "kostenlos"?

ING-DiBa-Bankzentrale in Frankfurt. Das Geldhaus kooperiert mit dem Online-Versicherungsmakler Clark.Pressefoto ING DiBa

Der Online-Versicherungsmakler Clark hat prominente Unterstützung erhalten: Fortan wird das Fintech direkten Zugang zu den acht Millionen Kunden von Deutschlands größter Direktbank ING-DiBa erhalten. Kunden können über die Seite der ING-DiBa die Angebote von Clark nutzen. Fraglich ist, wie transparent das Insurtech beworben wird. Dass das Unternehmen als Makler operiert, erfährt der Verbraucher zwar auf der Webseite von ING DiBa. Trotzdem heißt es dort, alle Services des Fintechs seien „kostenlos – auch die Beratung“.

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Der Online-Makler Clark hat prominente Unterstützung erhalten. Fortan wird das Insurtech Zugang zu den acht Millionen Kunden der Direktbank ING-DiBa erhalten. Das teilten beide Unternehmen am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemeldung mit. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Deutschlands größter Direktbank“, wird Clark-Gründer und CEO Christopher Oster zitiert. Clark wird auch auf der Webseite der Bank beworben.

Die Kooperation mit Deutschlands größter Direktbank könnte die Bekanntheit des Insurtechs deutlich erhöhen. Denn bisher bleibt Clark hinter den eigenen Erwartungen zurück. Bislang wurde die Clark-App zwar mehr als 500.000 mal heruntergeladen, berichtet der Branchendienst „Versicherungsmonitor“. Was freilich nicht bedeutet, dass Clark auch einen ähnlich großen Kundenstamm sein Eigen nennt. Beim Konkurrenten Knip führten rund 800.000 Downloads zu 20.000 Kunden, die das Unternehmen an sich binden konnte. Clark hingegen hält sich zu seinen genauen Kundenzahlen bedeckt.

Clark ist Makler – und alle Services kostenlos?

Fraglich ist jedoch, wie transparent der Service von Clark auf der Webseite von ING DiBa beworben wird. Leser des Versicherungsboten wissen: Clark agiert als Makler und erhält für die Vermittlung von Verträgen eine Courtage von den Versicherern. Umso verwunderlicher: Der Online-Auftritt der Bank unter www.ing-diba.de/clark behauptet wortwörtlich: „Alle Services sind für Sie kostenlos – auch die Beratung.“ (siehe Screenshot).

Mit Clark könne man alle Versicherungen online "kostenfrei und kinderleicht" managen, verspricht die Webseite weiter. Bedeutet eine Abschluss- und Bestandscourtage keine Kosten für die Kunden? Auch an die ING Diba zahlt Clark für die Vermittlung eines Kunden eine einmalige Gebühr, berichtet der "Versicherungsmonitor". Über die Höhe der Gebühr ist nichts bekannt.

Screenshot der Webseite, mit der ING-DiBa um Clark-Kunden wirbt: "Alle Services sind für Sie kostenlos"

Immerhin findet sich auf der Webseite der ING DiBa ein kurzer Hinweis auf den Vermittlerstatus des Insurtechs. Aber recht versteckt unter dem Punkt „20 Euro Gutschrift für Sie!“ Dort heißt es: „Einfach und schnell registrieren. Mindestens eine vorhandene Versicherung auswählen und das Maklermandat erteilen. Passwort vergeben. Fertig. Schon werden die 20€ von Clark auf Ihr Wunschkonto überwiesen!“ Alle weiteren Informationen soll der Kunde der Webseite des Insurtechs entnehmen. Dennoch: Die Behauptung auf der Webseite der ING DiBa, alle Clark-Services seien "kostenlos", scheint intransparent.

Auf der Clark-Webseite ist Vergütung korrekt dargestellt

Korrekt dürfte hingegen die Art und Weise sein, wie Clark die Vergütung auf der eigenen Webseite erklärt. Zwar ist auch dort von "kostenfrei" die Rede. Aber das Fintech benennt deutlich, dass es eine Provision von den Versicherern kassiert (ganz korrekt müsste es "Courtage" heißen, siehe Screenshot 2).

Screenshot von Clark.de: "Wie verdient Ihr Euer Geld"?


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